Abo
  • Services:

Test: Radeon 3870 X2 - AMDs mühsame Rückkehr ins High-End

Neue Grafikkarte mit zwei GPUs und enormem Energiebedarf

Die Doppel-GPUs sind zurück: Nach ersten Versuchen von Grafikkartenherstellern bietet nun auch AMD selbst mit der "Radeon HD 3870 X2" ein Referenzdesign mit zwei Grafikprozessoren an. Die neue Karte soll nach langer Abstinenz Nvidia auch wieder im High-End-Bereich Konkurrenz machen. Das gelingt ihr konstruktionsbedingt nur teilweise - und auch nur auf Kosten von neuen Rekorden bei der Leistungsaufnahme.

Artikel veröffentlicht am ,

Wieder einmal hat AMD eine schwere Geburt hinter sich. Während man Mitte November 2007 im Rahmen der Vorstellung der Spider-Plattform die X2-Grafikkarte überraschend erstmals öffentlich vorführte, lief der Marktstart nicht ganz so glatt wie erhofft. Ab der zweiten Woche des Januar 2008 wurden die Testmuster an die Presse verteilt, als Termin für den Ablauf der Sperrfrist war zunächst der 23. Januar 2008 vorgesehen.

Augen auf - Ruby kommt
Augen auf - Ruby kommt
Nicht einmal einen Tag vorher verschob AMD die Frist auf den 28. Januar 2008, und keine 48 Stunden vor diesem neuen Termin legte man noch einen neuen Beta-Treiber nach. Zuvor waren schon eine andere Beta sowie der voll getestete Catalyst 8.1 erschienen. Letzterer ist auch der einzig offiziell zugängliche Treiber, den Käufer der Karte vorerst benutzen können. In den Handel kommt die Karte laut AMD ab sofort.

Kein Hinweis auf CrossFire
Kein Hinweis auf CrossFire
Von der Unterstützung durch den Treiber ist die X2 auch weit mehr abhängig als andere Modelle, so dass AMD erst recht einigen Aufwand treiben muss. Die 3870 X2 arbeitet intern mit "CrossFire", der Nutzer hat keine Einflussmöglichkeit, wie die zwei GPUs angesteuert werden sollen - das entscheidet allein der Treiber. In der ersten Version des X2-Treibers klappte das beispielsweise mit dem Patch 1.1 für das Spiel Crysis gar nicht, denn es wurde nur eine GPU genutzt, mit entsprechend bescheidener Leistung.

Im Prinzip ist die X2 aber auch gedacht, um erstmals bei AMD die Nutzung von vier GPUs auf zwei Karten zu ermöglichen, AMD nennt das "CrossFire X". Um das zu realisieren, ist noch ein weiterer neuer Treiber fällig, der nach bisheriger Planung Mitte Februar 2008 erscheinen soll. Alle X2-Karten besitzen aber schon die Anschlüsse, über die sich mit den CrossFire-Brücken auch zwei Karten koppeln lassen, AMD hatte das auch bereits demonstriert.

Stellenmarkt
  1. Der Polizeipräsident in Berlin, Berlin
  2. DASGIP Information and Process Technology GmbH, Jülich

Schon eine einzelne X2 positioniert AMD als Konkurrenz zu Nvidias High-End-Palette der GeForce 8800 GTX und Ultra, eine Region, die mit der R600-Architektur bisher nicht erreicht werden konnte. In den USA rechnet man für die X2 mit Preisen unter 500,- US-Dollar, in Deutschland kosten die Karten nach den bisherigen Preislisten von Versendern knapp unter 400,- Euro. Dafür ist keine Ultra zu haben, GTX-Karten gibt es jedoch schon um 340,- Euro, die neue und kaum langsamere GTS mit 512 MByte ist auch schon unter 300,- Euro verfügbar.

Die Papierform der X2 sieht für AMD also recht gut aus: die im Idealfall doppelte Leistung einer 3870 zu einem Preis, der zwischen GTX und Ultra des Konkurrenten Nvidia liegt. Doch ganz so einfach ist die Rechnung leider nicht.

Test: Radeon 3870 X2 - AMDs mühsame Rückkehr ins High-End 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10
  11.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 105,85€ + Versand
  2. 116,75€ + Versand
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  4. bei Alternate kaufen

paul§§ 01. Feb 2008

also ich kann dir ne ati 3850 empfehlen die geht bei 130 euro los und ist in der...

superfly 30. Jan 2008

wie kommst du bitte darauf, dass die x2 alleine 360w zieht ?! eine einzelne hd3870 hat...

n00ber 29. Jan 2008

Du weißt ja: "Äpfel sind die Birnen unter dem Obst."

GrinderFX 29. Jan 2008

Komisch, ich kenne 3 und eine davon war meine, wo genau diese probleme auftraten und wie...

DER GORF 29. Jan 2008

Zur Übersetzung: *** Das kann ich nur bestätigen! Ich habe mir eine ATi Grafikkarte...


Folgen Sie uns
       


HTC Vive Pro - Test

Das HTC Vive Pro ist ein beeindruckendes Headset und ein sehr gutes Gesamtkonzept. Allerdings zweifeln wir am Erfolg des Produktes in unserem Test - und zwar wegen des sehr hohen Kaufpreises und fehlenden Zubehörs.

HTC Vive Pro - Test Video aufrufen
Highend-PC-Streaming: Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
Highend-PC-Streaming
Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren

Geforce GTX 1080, 12 GByte RAM und ein Xeon-Prozessor: Ab 30 Euro im Monat bietet ein Startup einen vollwertigen Windows-10-Rechner im Stream. Der Zugriff auf Daten, Anwendungen und Games soll auch unterwegs mit dem Smartphone funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?
  2. Rundfunk Medienanstalten wollen Bild Livestreaming-Formate untersagen
  3. Illegale Kopien Deutsche Nutzer pfeifen weiter auf das Urheberrecht

Google I/O 2018: Eine Entwicklerkonferenz für Entwickler
Google I/O 2018
Eine Entwicklerkonferenz für Entwickler

Google I/O 2018 Die Google I/O präsentiert sich erneut als Messe für Entwickler und weniger für konventionelle Nutzer. Die Änderungen bei Maps, Google Lens oder News sind zwar nett, spannend wird es aber mit Linux-Apps auf Chromebooks.
Eine Analyse von Tobias Költzsch, Ingo Pakalski und Sebastian Grüner

  1. Google Android P trennt stärker zwischen Privat und Arbeit
  2. Smartwatch Zweite Vorschau von Wear OS bringt neuen Akkusparmodus
  3. Augmented Reality Google unterstützt mit ARCore künftig auch iOS

Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
Wonder Workshop Cue im Test
Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
Ein Test von Alexander Merz


      •  /