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Test: Radeon 3870 X2 - AMDs mühsame Rückkehr ins High-End

Konstruktion und Architektur

Grafikkarten mit zwei GPUs sind nichts Neues, gerade für ATI nicht: Das Unternehmen, das jetzt die Grafiksparte von AMD darstellt, hatte seine Rage Fury Maxx mit zwei Grafikprozessoren bereits Ende 1999 auf den Markt gebracht. Die Kopplung von mehreren GPUs auf verschiedenen Karten hatte zuvor schon die später von Nvidia übernommene Firma 3dfx salonfähig gemacht. Nvidia versuchte sich Mitte 2006 mit den GX2-Karten an Doppel-GPUs und auch auf Basis der R600-GPUs von AMD gab es schon vereinzelte "Gemini"-Karten unter anderem von HIS und MSI.

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AMD Radeon HD 3870 X2
AMD Radeon HD 3870 X2
Der Name "X2" ist bei der neuen Radeon folglich auch Programm: Im Prinzip besteht sie aus zwei vollständigen HD 3870. Die GPUs sind jedoch statt mit 775 mit 825 MHz getaktet. Um die Kühlung zu erleichtern, wurde im Gegenzug der Speicher von 1.125 MHz (effektiv doppelter Takt per DDR) auf 900 MHz gebremst. Jede GPU hat Zugriff auf 512 MByte GDDR3-Speicher, das teurere GDDR4 kommt nicht zum Einsatz. Durch den höheren Takt der GPU verkündet AMD vollmundig eine theoretische Rechenleistung von 1 Teraflops (Multiply/Add) für die X2-Karten.

Alles doppelt
Alles doppelt
Die Architektur der X2 basiert auf der R600-GPU, die Golem.de bereits ausführlich vorgestellt hat. Seitdem hat AMD vor allem die Video-Engine "UVD" erneuert, die nun die HD-Codecs VC-1 und H.264 inklusive Ton vollständig in der Grafikkarte dekodieren kann. Auch die Stromsparfuktion "PowerPlay" wurde nachgerüstet. Beide Neuerungen sind auch schon bei den RV670-Karten der Serien 2400 und 2600 zu finden, ebenso bei der 3000er-Serie.

Kopplung per PCIe-Bridge
Kopplung per PCIe-Bridge
Gegenüber der letzten AMD-Karte, der HD 3870, wurde der X2 noch eine Bridge-Logik für die interne Verbindung der beiden GPUs spendiert. Sie arbeitet mit PCI-Express 1.1 auf 16 Lanes, das jedoch nur auf der Karte selbst, nicht über den System-Bus.

Durch den schlanken Kühlkanal wirkt die X2 auf den ersten Blick deutlich länger, als sie eigentlich ist. Das Lineal zeigt jedoch schon bei 26,6 Zentimetern ein Ende der Grafikstange an, die neue AMD-Karte ist damit genauso lang wie eine GeForce 8800 GTX. Im Gegensatz zu dieser Nvidia-Karte sind die beiden zwingend zu belegenden Strom-Ports für PCIe-Verbinder aber nicht nach oben, sondern senkrecht zur Karte ausgeführt. Das erleichtert das Verlegen der Kabel im PC. Für den Betrieb mit Standardtakten reichen zwei sechspolige Stecker, der eine achtpolige Port ist laut AMD nur fürs Übertakten zu belegen.

Den ersten Rekord bringt die X2 im Wortsinne auf die Waage: Mit 1.020 Gramm ist die 1-Kilo-Klasse der luftgekühlten Grafikkarten nun eröffnet. Wie bei High-End-Karten üblich, saugt der Ventilator der X2 die Luft an und treibt sie durch einen gekapselten Kanal über die Kühlkörper durch das Slotblech aus dem PC-Gehäuse. Um das Gewicht nicht zu sehr zu steigern, ist der erste Heatsink nach dem Lüfter aus Aluminium, erst die zweite GPU ist mit einem Kupferkühler versehen, da dort schon ein recht warmer Wind weht.

Der Luftkanal verjüngt sich zudem direkt nach dem Lüfter, was den Druck erhöht. Die schmale Bauform des Tunnels bedingt aber auch, dass am oberen Rand ein weiterer passiver Kühlkörper sitzen muss. Dieser ist nicht nur ob des typischen ATI-Designs tiefrot lackiert: Ein daneben sitzender Aufkleber weist zurecht darauf hin, dass die Oberfläche für eine Berührung zu heiß wird.

Dass man es mit einem heißen Eisen zu tun hat, merkt man auch unmittelbar nach dem Einschalten eines X2-Rechners: Die Karte faucht auf, als hätte man eben eine Löwin mit Jungen bei der Siesta gestört. Im 2D-Betrieb bleibt der Lüfter dann aber nahezu unhörbar. Schon nach kurzer Last mit 3D-Anwendungen ändert sich das jedoch, die Karte kann durchaus laut werden. Das Geräusch ist jedoch nur ein Rauschen, nicht das Rattern älterer Konstruktionen wie auf der 1900-Serie von ATI. Viel störender ist, dass der Lüfter sich ständig nervös nachregelt. Das können bei Serienkarten die Hersteller aber noch durch andere BIOS-Einstellungen in den Griff bekommen.

 Test: Radeon 3870 X2 - AMDs mühsame Rückkehr ins High-EndTest: Radeon 3870 X2 - AMDs mühsame Rückkehr ins High-End 

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paul§§ 01. Feb 2008

also ich kann dir ne ati 3850 empfehlen die geht bei 130 euro los und ist in der...

superfly 30. Jan 2008

wie kommst du bitte darauf, dass die x2 alleine 360w zieht ?! eine einzelne hd3870 hat...

n00ber 29. Jan 2008

Du weißt ja: "Äpfel sind die Birnen unter dem Obst."

GrinderFX 29. Jan 2008

Komisch, ich kenne 3 und eine davon war meine, wo genau diese probleme auftraten und wie...

DER GORF 29. Jan 2008

Zur Übersetzung: *** Das kann ich nur bestätigen! Ich habe mir eine ATi Grafikkarte...



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