Abo
  • Services:

Strom erzeugen aus Abwärme

Nanodrähte aus Silizium haben thermoelektrische Eigenschaften

Wissenschaftler aus Kalifornien haben durch Zufall eine Entdeckung gemacht, die möglicherweise einen Teil unserer Energieprobleme löst: Ihnen fiel auf, dass in einem haarfeinen Draht aus Silizium Strom fließt, wenn man ihn an einem Ende erhitzt. Auf diese Weise kann man aus Abwärme beispielsweise in einem Auto Strom erzeugen.

Artikel veröffentlicht am ,

Dass praktisch leeren Batterien oder Handy-Akkus durch Reiben noch ein wenig Leben eingehaucht werden kann, ist ein bekanntes Phänomen. Allerdings reicht diese Ladung allenfalls für einen kurzen Anruf. Dann muss das Mobiltelefon unwiderruflich ans Stromnetz.

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel, Hamburg
  2. Dataport, Verschiedene Standorte

Das wollen Forscher vom Lawrence Berkeley Laboratory und der University of California in Berkeley ändern. Sie haben einen Weg gefunden, um Wärme in Elektrizität umzuwandeln. Dazu machen sie sich die so genannte Thermoelektrizität zunutze. Dabei wird ein Stoff mit thermoelektrischen Eigenschaften auf der einen Seite erwärmt. Ab einer bestimmten Hitze wandern Elektronen von der warmen zur kalten Seite. Das bedeutet, es fließt elektrischer Strom.

Die Forscher erhitzten ein Gewebe aus Siliziumdrähten mit einem Durchmesser im Bereich weniger Nanometer. Dabei entdeckten sie, dass das Silizium Strom erzeugte. Die Entdeckung, erzählt Materialwissenschaftler Arun Majumdar, hätten die Forscher durch Zufall gemacht. Sie bauten daraufhin ein Testgerät, das immerhin genug Strom erzeugte, um eine Glühbirne leuchten zu lassen.

Bislang galt Silizium als Stoff ohne gute thermoelektrische Eigenschaften. Laut Peidong Yang, dem Leiter des Forscherteams, ist die Leistungsfähigkeit der Siliziumdrähte jedoch "vergleichbar mit dem besten existierenden thermoelektrischen Material". Der Vorteil hierbei ist, dass das Material bereits in vielen Bereichen im Einsatz ist, etwa in Computerchips oder in Photovoltaik-Anlagen, die Elektrizität aus Sonnenlicht erzeugen.

Bislang funktionierte das Experiment erst im Labor, und Majumdar ist sich nicht sicher, ob es auch im großen Maßstab klappt. Sollte das indes der Fall sein, wäre das ein großer Schritt zur Lösung unserer Energieprobleme. Überall dort, wo Abwärme entsteht, etwa in Autos, in Kraftwerken oder Fabriken, könnte diese zumindest teilweise in elektrische Energie gewandelt werden. "Thermoelektrische Materialien, die die Fähigkeit haben, Hitze in Elektrizität zu verwandeln, können potenziell dafür eingesetzt werden, aus Abwärme, die jetzt verloren geht, Strom zu erzeugen", sagt Majumdar. So lasse sich massiv Benzin sparen und die Kohlendioxid-Emissionen reduzieren.

Im kleinen Maßstab könnten die thermoelektischen Nanodrähte mit der Abwärme des Prozessors den Akku des Notebooks wieder aufladen, oder den Akku des Mobiltelefons einfach mit der Körperwärme. Dann gehört die Ausrede, man habe nicht anrufen können, weil der Akku leer war, endgültig der Vergangenheit an.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Razer DeathAdder Elite Destiny 2 Edition für 29€ statt 65,99€ im Vergleich und Razer...
  2. 79,90€ + Versand (Vergleichspreis ca. 103€)
  3. (u. a. WARHAMMER für 11,99€ und WARHAMMER II für 32,99€)
  4. 43,99€ (Bestpreis!)

narf 30. Jan 2008

Un du vergisst das du dich in deinem Beitrag genau auf das Szenario beziehst, eine CPU...

IonStorm 28. Jan 2008

Das glaube ich kaum, weil du wie bereits erwähnt einen Temperaturunterschied brauchst um...

dabbes 28. Jan 2008

... werden dadurch massiv profitieren. Die größte Energieverschwendung und damit auch...

aha 28. Jan 2008

Ja, vielen Dank für die Info.

martinalex 27. Jan 2008

neu ist vorallem, dass bei erfolg, sich diese Thermoelemente Kostengünstig herstellen...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 3 XL - Test

Das Pixel 3 XL ist eines von zwei neuen Smartphones von Google. Das Gerät soll dank Algorithmen besonders gute Fotos machen - in unserem Test kann Google dieses Versprechen aber nur bedingt halten.

Google Pixel 3 XL - Test Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

    •  /