Interview: Wikipedia ist Segen und Fluch zugleich
Golem.de: Leidet Wikia Search unter dem Erfolg der Wikipedia? Die Wikipedia hatte ja ein paar Jahre Zeit, bis sie bekannt und erfolgreich wurde. Und nun erwartet wahrscheinlich jeder, dass Ihr nächstes Projekt vom einen auf den anderen Tag genau so ein Erfolg wird.

Jimmy Wales
Wales: Stimmt! Das ist ein Segen und ein Fluch zugleich. Auf der einen Seite kann ich nicht einfach hingehen, 20 Leute fragen: Hey, lasst uns zum Spaß an etwas Coolem arbeiten und damit die Welt überraschen. Das geht so nicht. Auf der anderen Seite haben sich schon viele Leute an verschiedenen Möglichkeiten einer sozialen Suche probiert. Am Ende sind sie daran gescheitert, dass sie keine kritische Masse erreicht haben, also den Punkt, an dem das Projekt abhebt. Ich kann aber eine Menge Lärm machen. Die Presse interessiert sich für alles, was ich tue. Das hilft natürlich.
Golem.de: Wikipedia schlägt immer wieder die traditionellen Lexika, zuletzt den Brockhaus in einem Test des Magazins Stern. Was denken Sie, wenn Sie solche Geschichten lesen?
Wales: Das freut uns, wenn wir in einem Test gut abschneiden. Aber manchmal haben wir den Eindruck, dass einige der Tests uns begünstigen. Wir wissen schließlich besser als jeder andere, wo die Probleme stecken. Deshalb werden wir nicht zu selbstgefällig. Wir streben immer die bestmögliche Qualität an. Die deutsche Wikipedia hat übrigens generell eine sehr hohe Qualität, sogar im Vergleich mit der englischen. Die englische ist größer und in mancher Hinsicht besser, aber manchmal auch etwas nachlässig.
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