Interview: Wikipedia ist Segen und Fluch zugleich

Golem.de: Leute, die sich schlecht benehmen, auszuschließen, ist das eine. Aber gibt es auch ein positives Bewertungssystem?

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Jimmy Wales
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Wales: Ja. In der Social-Networking-Sparte der Site kann man andere Nutzer auf einer Vertrauensskala bewerten. Die Bewertung kann darauf beruhen, dass man die Nutzer kennt und ihnen vertraut, aber auch auf ihren Aktivitäten auf der Seite. So wollen wir von einem Konzept, das nur aus schwarzen und weißen Listen besteht, zu einem abgestuften System von Vertrauen kommen.

Golem.de: Wie lange wird es dauern, dieses Konzept umzusetzen?

Wales: Eine einfache Version dieses Konzepts einzuführen, dauert nur ein paar Monate. Da geht es nur darum, zu sehen, was funktioniert und was nicht. Interessant an unserem System ist, dass das Feedback zu einem Maß wird, an dem der Algorithmus gemessen wird. Vertrauenswürdige Nutzer haben die Rückmeldung gegeben, wie eine Bewertung aussehen sollte. Dann kann man verschiedene Algorithmen ausprobieren, um herauszufinden, wie gut sie das Nutzer-Feedback beschreiben und vorhersagen. Je besser ein Algorithmus vorhersagt, was die Menschen denken, desto besser ist man damit dran. Es ist also ein Prozess, der sich Schritt für Schritt vollzieht. Das geht nicht auf einen Schlag.

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Golem.de: Bei der Wikipedia hat sich die gegenseitige Kontrolle sehr gut etabliert. Wird das bei Wiki Search genauso gut funktionieren?

Jimmy Wales
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Wales: Das hoffe ich. Sonst würde ich das nicht machen. Ich vermute, dass es neue Herausforderungen gibt. Einiges ist anders, es gibt andere Beweggründe, andere Aktivitäten, es erfordert eine Menge Gewöhnung und Nachdenken darüber, was für Probleme auftauchen und wie man sie löst.

Golem.de: Kommen wir noch einmal auf Google zurück: Ist es Ihr Ziel, Googles Marktposition anzugreifen? Oder ist Wikia Search einfach eine andere Suchmaschine?

Wales: Für mich ist das in erster Linie eine politische Aussage. Es geht darum, dass Suche wichtig ist und dass sie deshalb transparent und offen sein sollte. Natürlich wollen wir so beliebt werden wie möglich. Wir wollen einen Dienst anbieten, den die Nutzer nützlich finden, und wir wollen eine bedeutende Einrichtung im Internet werden. Aber ich denke nicht in Wettbewerbskategorien - das ist nicht meine Herangehensweise. Ich möchte Dinge aufbauen, die cool sind und hoffe, dass die Leute sie nutzen.

Golem.de: So cool wie die Wikipedia?

Wales: Das wäre cool. (lacht)

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