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Interview: Wikipedia ist Segen und Fluch zugleich

Golem.de: Wie lange arbeiten Sie schon an Wikia-Search?

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Wales: Wir haben das Projekt vor etwas mehr als einem Jahr angekündigt. In der Zeit gab es viele Diskussionen in der Gemeinde, wir haben einige Leute eingestellt, wir haben die Infrastruktur vorbereitet. Ein Jahr nach der Ankündigung haben wir eine private Alpha-Version gestartet. Dazu haben wir nur ein paar Freunde zum Testen eingeladen. Vor etwa zwei Wochen kam dann der öffentliche Alpha-Test. Das waren zwei arbeitsreiche Wochen: Mehrere zehntausend Nutzer haben sich in dem Social Network angemeldet, mehrere Millionen Suchen sind schon durchgeführt worden. Und jetzt sind wir so weit, dass wir anfangen, Daten zu sammeln und über die nächsten Schritte nachdenken.

Golem.de: Auf welche Weise können sich denn die Nutzer überhaupt beteiligen?

Wales: Im Moment können sie hauptsächlich die Mini Articles schreiben und die Trefferseiten bewerten.

Jimmy Wales
Jimmy Wales

Golem.de: Es wurde Kritik an der Funktionsfähigkeit der Suchmaschine laut. Einige haben sogar gespottet, dass sie nicht einmal Wikipedia-Einträge finde.

Wales: Sie ist seit dem Start schon eine ganze Ecke besser geworden, weil wir viel im Web gesucht haben. Wir können den White-List-Index wählen oder andere Indizes. Aber im Moment befassen wir uns mehr mit den Funktionen, damit, Rückmeldungen zu bekommen und den Prozess anzuschieben. Am Anfang hatten wir zwischen 50 und 100 Millionen URLs indiziert. Inzwischen sind wir bei 600 Millionen - das hilft natürlich. Und jeden Tag kommt neues Material dazu. Das ist nützlich, etwa für die Relevanz der Links.

Golem.de: Verfügt der Algorithmus über eine Form von Intelligenz?

Wales: Natürlich verfügt der Algorithmus über ein Ranking-System. Wir setzen gerade den Nutch-Algorithmus ein. Das Ranking-System ist fester Bestandteil des Algorithmus. Im Moment bezieht er aber noch nicht die Rückmeldungen der Nutzer mit ein. Das wird der nächste Schritt sein. Dann können wir uns das Nutzer-Feedback zunutze machen. Allerdings müssen wir uns zuerst anschauen, wie dieses Feedback überhaupt aussieht. Erst dann können wir darüber nachdenken, wie wir es am besten integrieren.

Golem.de: Wie wollen Sie Missbrauch verhindern, also dass Website-Betreiber den offenen Algorithmus dazu nutzen, ihre Seiten in den Trefferlisten ganz oben erscheinen zu lassen?

Wales: Wenn man am öffentlichen Verfahren, eine Suchmaschine zu verbessern, teilnimmt, und wenn man will, dass seine Rückmeldung eine Bedeutung hat, dann bewertet man URLs. Aber das ist eine öffentliche Handlung. Andere können sehen, wer welche Site bewertet. Wer sich schlecht benimmt und seine eigene Website an ganz vielen Stellen anpreist, dessen Beiträge werden von der Gemeinde nur sehr schlecht bewertet oder der wird möglicherweise sogar ganz von dem Bewertungssystem ausgeschlossen.
Das ist unsere Herangehensweise. Man braucht Aufsicht, man braucht Transparenz, ein System, in dem jeder sehen kann, was die anderen tun. Denn das fördert Wohlverhalten - so sehen wir das.

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jozef lebryk 12. Okt 2008

Fischlustig 26. Jan 2008

Stoppt Ihn!

Khurrad 25. Jan 2008

Das sind alles Schauspieler der recht erfolgreichen Serie Gilmore Girls. An sich hat der...

Murxl 25. Jan 2008

Dann macht man unter anderem Namen einen 2ten account, und bewertet in seiner virtuellen...

hrrr76j 25. Jan 2008

Wer würde das nicht?


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