Erste Vorschau auf Amarok 2
Die veröffentlichte Technology Preview fasst all die Arbeit zusammen, die bisher in Amarok 2 steckt. Dazu gehört eine neue Architektur zum Umgang mit Geräten wie MP3-Playern. Möglich soll dadurch werden, dass der Nutzer sein Gerät anschließt, es automatisch erkannt und das richtige Plug-In geladen wird. Die Entwickler verwenden dafür das Solid-Framework aus KDE 4, das den Umgang mit Hardware regelt. Funktionieren soll das System dadurch nicht nur unter Linux, sondern auch mit Windows und MacOS X.
Amarok 2 nutzt weiterhin ein neues System, um Podcasts zu abonnieren. Diese werden nicht mehr länger wie übliche Playlisten behandelt, sondern in einem extra Podcast-Browser dargestellt, dem es im aktuellen Zustand aber noch an Funktionen mangelt.
Mit der Arbeit an der Version 2.0 läuft auch die Umstellung auf das Phonon-Multimedia-Framework . Anwendungen, die dieses verwenden, müssen Funktionen, um Multimedia-Dateien abzuspielen, nicht mehr selbst umsetzen. Ein weiterer Vorteil: Phonon arbeitet mit verschiedenen Backends und kann so beispielsweise auch unter Windows mit DirectShow und unter MacOS X mit QuickTime zusammenarbeiten. Außerdem wird KDEs neuer Desktop Plasma verwendet, auf dem letztlich verschiedene so genannte Plasmoids, also Widgets, dargestellt werden können.
Doch auch auf diesem Gebiet ist der Funktionsumfang noch beschränkt, was unter anderem daran liegt, dass viele Plasma-Funktionen erst mit Trolltechs Qt 4.4 möglich werden. Die Amarok-Vorschau, die die Versionsnummer 1.80 trägt, verwendet aber noch Qt 4.3. Bereits in wenigen Tagen soll die Entwicklerversion des Musikspielers aber auf Qt 4.4 TP2 umgestellt werden. Darüber hinaus bringt Amarok 2 bereits ein neues Service-Framework mit, durch das sich Dienste wie Last.fm einbinden lassen. Und es soll bereits möglich sein, die Version auf Windows laufen zu lassen.
Amarok 1.80 steht im Quelltext zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Fertige Pakete gibt es für die Linux-Distribution Kubuntu. Da es sich um eine Pre-Alpha-Version handelt, bitten die Entwickler davon abzusehen, Fehler zu melden. Wann genau Amarok 2.0 freigegeben wird, ist derzeit noch offen.



