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Internet Explorer - Standards machen Microsoft Probleme

Eigentlich sollte die Angabe des Dokumenttyps noch vor dem Header eines HTML-Dokuments alle Probleme aus der Welt schaffen. Je nach Dokumenttyp schaltet ein Browser in einen Quirks-Modus, bei dem unter anderem das CSS-Box-Modell anders interpretiert wird, oder in einen Standardmodus. Trifft Letzteres zu, stellt der Browser eine Webseite den Webstandards folgend dar - soweit die Theorie.

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Zwei Probleme haben die Wirksamkeit der Dokumentendeklaration praktisch ausgehebelt: Zum einen wechselt der Internet Explorer in der Version 6 mit dem entsprechenden Dokumenttyp zwar korrekt in den Standardmodus, jedoch hat diese Version auch im Standardmodus teils extreme Defizite bei der Darstellung von Webseiten. Die Darstellungsprobleme gehen gar so weit, dass bestimmte CSS-Eigenschaften beim Internet Explorer 6 möglichst zu vermeiden sind. Der Browser kennt diese zwar, die Interpretation der Eigenschaften ist mit der anderer Browser aber kaum zu vergleichen.

Zum anderen neigen viele Werkzeuge für Webentwickler dazu, Dokumenttyp-Deklarationen in das HTML-Dokument einzubauen. In Verbindung mit der Rendering-Engine des Internet Explorer 6 haben sich Webentwickler darauf verlassen, dass die Darstellung endgültig wäre. Die Veröffentlichung des Internet Explorer 7 stellte wegen seiner Nähe zu Webstandards diese Seiten teilweise nicht mehr korrekt dar.

Mit dem Internet Explorer 8 stehen die Entwickler in Redmond also vor demselben Problem: Der Browser soll im Bereich der Darstellung zu anderen Browsern aufschließen, riskiert damit aber, noch mehr Seiten falsch anzuzeigen, die für den Internet Explorer 6 angepasst wurden. Aus der Kompatibilitätsfalle soll ein neues Metatag hinausführen:

<meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=8" />

Mit obigem Tag gibt eine Webseite dem Browser explizit an, den Standardmodus des Internet Explorer 8 zu nutzen. Des Weiteren sieht der Vorschlag vor, dass auch andere Browser dieses Tag nutzen. Statt 'Content"=IE=8"' könnte genauso 'content="IE=8;FF=3;OtherUA=4"' genutzt werden. Alte "Standard"-Webseiten rendert der Internet Explorer 8 vermutlich ähnlich wie der Internet Explorer 7 - möglichst nahe und kompatibel zum Internet Explorer 6 und inkompatibel zu bestehenden Webstandards.

Für den Webdesigner heißt das vermutlich, dass die eigenen Kreationen, die möglicherweise nicht für den Internet Explorer 6, sondern den Webstandards folgend geschrieben wurden, um das genannte Metatag ergänzt werden müssen. Nur so wird sichergestellt, dass der Internet Explorer 8 auch tatsächlich so rendert, wie es vom World Wide Web Consortium (W3C) vorgesehen wird.

Die Lösung hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Eventuell verlässt sich der Designer auf einen bestimmten Fehler, der dann für die Ewigkeit mitgezogen werden muss. So müssten zukünftige Browser etwa für 'IE=8'-Seiten eine kompatible Darstellungsmöglichkeit mit sich führen. Unklar erscheint vor allem, wie mit Fehlern seitens der Browserhersteller umgegangen werden soll. Soll der Webdsigner etwa ein 'IE=8.01' nutzen können? Oder welches Fehlerbeseitigen rechtfertigt einen eigenen "Kompatibilitätmodus" im Browser?

Am Ende könnten Browserhersteller das Nachsehen haben, die die Darstellung mehrerer alter Browserversionen mit sich ziehen müssen. Der Webdesigner kann bei der Lösung dafür hoffen, dass Browserhersteller auch in zukünftigen Versionen Fehler nicht unerwartet beseitigen, da die Darstellung von der Webseite festgelegt wurde. [von Andreas Sebayang und Ingo Pakalski]

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GodsBoss 24. Jan 2008

Es gibt auch ActiveX-Plugins für manche Gecko-Browser, die Versionen weiß ich allerdings...

Yeeeeeeeeha 23. Jan 2008

Hmm, im Gegensatz zu Win 3.11 und 9x ist 2000 ja durchaus von der Architektur her...

RedFlash 23. Jan 2008

ufw1965 23. Jan 2008

Ohne den IE würde MS viel weniger über Dich als User erfahren. Deine Surfgewohnheiten...

Hello_World 23. Jan 2008

Bildest Du Dir etwa ein, repräsentativ zu sein? Ein vernünftiger Webdesigner wird...


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