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Spieletest: Viva Pinata - Streicheltiere zicken am PC

Umsetzung der Xbox-360-Version mit technischen Mankos

PC-Spieler haben sich in den letzten Monaten von Microsoft immer mal wieder stiefmütterlich behandelt gefühlt, vor allem wenn es um Portierungen von der Xbox 360 ging. Die Halo-Reihe ist sicherlich ein ebenso gutes wie unerfreuliches Beispiel dafür. Auch Viva Pinata - bereits 2006 für die Xbox 360 erschienen - hat einige Zeit gebraucht, bis es jetzt endlich für den PC verfügbar ist; und leider hat auch in diesem Fall die durchaus lange Wartepause offensichtlich nicht gereicht, um eine vernünftige PC-Anpassung zu gewährleisten.

Artikel veröffentlicht am ,

Viva Pinata (Windows-PC)
Viva Pinata (Windows-PC)
Viva Pinata gehört auf der Xbox 360 sicherlich zu den interessantesten, gleichzeitig aber nicht gerade zu den erfolgreichsten Titeln. Ein derart ungewöhnliches Spielkonzept mit durchaus vorhandenem Tiefgang, gleichzeitig aber auch recht kindlicher Knuddeloptik, lässt sich eben nicht einfach vermarkten. Wer das Spiel einmal ausprobiert hat, wird es allerdings in den seltensten Fällen bereut haben: Der Mix aus Zoo- und Gartensimulation, Rollenspiel und Echtzeit-Strategie birgt einiges an Suchtpotenzial in sich. Inhaltlich hat sich im Vergleich zum Konsolen-Original praktisch nichts geändert, weshalb an dieser Stelle nur ein kleiner Abriss des eigentlichen Gameplays beschrieben wird - weitere Informationen können im Test der Xbox-360-Version nachgelesen werden.

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Viva Pinata
Viva Pinata
Im Grunde geht es im Spiel darum, einen Garten auf Vordermann zu bringen, so dass sich dort bunte Papiertiere (die namensgebenden Pinatas) niederlassen - und mit der Zeit nachzuhelfen, dass immer neue Rassen dazukommen, sich weiter paaren und in ihrem Domizil auch wohlfühlen. So wird erstmal mit einer Schaufel der Dreck weggeräumt, Gras und Blumensamen ausgesät, die Gießkanne in die Hand genommen oder ein Teich angelegt. Nach einiger Zeit entsteht so die erste Fauna und Flora, bevor dann schon als erste Lebewesen kleine Würmer vorbeikommen. Die werden dann in einer Art Labyrinth-Minispiel zur Paarung verleitet - und los geht es mit dem Aufbau des Streicheltierzoos.

Je besser der eigene Garten gepflegt wird, desto eher werden auch neue Pinatas angelockt. Vogelähnliche Geschöpfe sind die nächste Evolutionsstufe, aber auch hasenförmige Papiertiere und vieles mehr machen sich bald im Areal des Spielers breit. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Bedürfnisse der Pinatas befriedigt werden: Bestimmte Tierchen wollen etwa ganz exklusive Pflanzen als Nahrung, große Lebewesen futtern hingegen auch schon mal die kleineren Rassen auf. Durch beständiges Züchten kann aber dafür gesorgt werden, dass es im eigenen Garten nicht zu schnell zu leer wird. Vor bösen Überraschungen ist man als Hobby-Gärtner trotzdem nicht gefeit, denn bestimmte Pinata-Rassen ändern nicht nur tageszeit- und gartenabhängig ihr Verhalten, sondern vertragen sich auch nicht sonderlich gut mit anderen Arten. Bissige Gefechte sind da programmiert. Genauso kann es zu Krankheiten und anderen Unannehmlichkeiten kommen.

Viva Pinata
Viva Pinata
Eine Handelskomponente sorgt zusätzlich für Abwechslung, hinzu kommt noch eine äußerst niedliche Optik - so weit, so bekannt. Leider ist es den Entwicklern aber nicht sonderlich gut geglückt, die Bedienung vom Xbox-Pad an Tastatur und Maus anzupassen. Immer mal wieder werden Klicks zum Glücksspiel, sind frustrierend umständlich oder nicht sonderlich intelligent gestaltet. Darüber hinaus läuft Viva Pinata am PC auch nicht sonderlich stabil, wir mussten im Test einige Systemabstürze hinnehmen. Ein weiteres Ärgernis: Wer Viva Pinata mit allen Features spielen will, muss sich einen Games-For-Windows-Account bei Microsoft anlegen.

Viva Pinata für PC ist bereits im Handel erhältlich und kostet etwa 50,- Euro.

Fazit:
Viva Pinata ist auch am PC ein ebenso ungewöhnliches wie faszinierendes Spiel, bei dem man sich von der niedlichen Knuddeloptik keinesfalls täuschen lassen sollte - auch erfahrene Spieler haben hier alle Hände voll zu tun. Trotzdem stimmt es nachdenklich, dass bei einem Jahr Portierungszeit derart viele technische Probleme auftreten. Wer wählen kann, sollte also besser zur Xbox-360-Version greifen.



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nate 18. Jan 2008

Schon, nur ist eben schon von Anfang an ca. eine Größenordnung weniger Leistung...

lsmf 18. Jan 2008

du mags jazz und bei viva pinata dreht dir der magen um? geschmackt scheinst du mir...

Trollkönig 18. Jan 2008

Toll...bekommst nen nen Keks dafür das du die Rechtschreibung beherrschst.

Raetsel 17. Jan 2008

...wie man ein solches Spiel kaufen kann.

Trollkönig 17. Jan 2008

Wieso denn nicht? Das würde die "Killerspiele" in ein ganz anderes licht rücken...XD


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