Abo
  • Services:

Der deutsche E-Sport hat sein erstes Gerichtsverfahren

Prozess um Eilantrag wegen Liga-Ausschluss nach Cheat-Vorwurf

Erstmals in Deutschland trifft sich ein Clan wegen einer vermeintlichen sportlichen Verfehlung mit einem Liga-Veranstalter vor Gericht. Der Vorwurf: Der Clan soll wegen angeblich nicht bewiesener Mogelei zu Unrecht aus der wichtigsten deutschen Liga ausgeschlossen werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Noch ist die ganze Angelegenheit eine Sache des Zivilrechts, die vor dem Amtsgericht Köln in einem Eilverfahren ausgetragen wird. Der Clan Coldgame will eine einstweilige Verfügung erwirken, welche die Firma Turtle Entertainment dazu zwingen soll, ihn wieder am Spielbetrieb der "Electronic Sports League" (ESL) teilnehmen zu lassen. Turtle betreibt die ESL, die nach Angaben des Unternehmens mit über 760.000 aktiven Mitgliedern die größte deutsche Liga für sportlich orientiertes Computerspielen ist.

Inhalt:
  1. Der deutsche E-Sport hat sein erstes Gerichtsverfahren
  2. Der deutsche E-Sport hat sein erstes Gerichtsverfahren

Die höchste Klasse in der ESL ist die "ESL Pro Series" (EPS). Nur wer es in der EPS durch Online-Partien in einer Saison unter die ersten Vier schafft, kann in seiner Disziplin in das Finalturnier kommen. Ende Dezember 2007 endete die bereits 11. Saison der EPS, im Finale wurden Preisgelder von insgesamt 170.000,- Euro ausgespielt, die unter anderem von Sponsoren wie Intel und Fujitsu-Siemens kommen.

Bei diesem harten und lukrativen Wettbewerb sind die Plätze in der EPS heiß begehrt - als Newcomer muss man sich für die EPS aber zunächst durch die untergeordneten Ligen kämpfen. In der vergangenen ESL-Saison gelang das unter anderem dem Clan Coldgame im Spiel "Counter-Strike" in der Version 1.6. Dieses siebeneinhalb Jahre alte Spiel gilt als besonders anfällig für die auch "Cheats" genannten Schummelprogramme. Das Cheaten ist in allen professionellen Ligen verboten und wird bei der ESL bei Nachweis mit sofortigem Ausschluss und einer zweijährigen Sperre bedroht.

Einen solchen Cheat soll laut Meinung von Turtle Entertainment auch ein Spieler von Coldgame in einem Aufstiegsspiel zur EPS verwendet haben. Turtle meint anhand der bei solchen Spielen verpflichtend aufzuzeichnenden Demo, mit der sich die Partie in der Original-Grafik bildgenau nachvollziehen lässt, unter anderem einen "Aimbot" erkannt zu haben: Der Spieler zielt dabei nicht selbst auf den Gegner, sondern lässt das ein Programm erledigen. Das Resultat sind genaue Treffer in rasanter Folge. Bei sehr guten Spielern - und dieses Niveau ist bei EPS-Aufsteigern die Regel - ist jedoch ein Aimbot durch bloßen Augenschein kaum nachzuweisen. Ein Ausschnitt des fraglichen Spiels ist auch als Video bei YouTube zu sehen.

Der deutsche E-Sport hat sein erstes Gerichtsverfahren 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Vive Pro vorbestellbar
  2. 105,85€ + Versand

devilsadvocate 15. Jan 2008

Sonst könnte sich ja jeder Anwalt nennen. OK. Das strafrechtliche hat er schonmal...

Gärtner 15. Jan 2008

..und das obwohl die griechen lieber Jungen in ihren Allerwertesten..., aber lassen wir...

Indu 14. Jan 2008

LOL wie bist du denn drauf in jeder Sportart kann der Kampfrichter für eine...

KO-Spieler 14. Jan 2008

Wenn man solche halbgedünsteten Wahrheiten verbreitet, sollte man auch das "Killerspiel...

NoSports 14. Jan 2008

Es geht wohl um den ruf des clans. Lesen, denken und dann erst posten!


Folgen Sie uns
       


Transparentes, flexibles OLED von LG - Demo (Display Week)

Auf der Display Week 2018 in Los Angeles zeigt LG nach langer Verzögerung erstmals das transparente und flexible OLED. Auf der Veranstaltung hat LG nur eine Ecke mit einer Maschine dauerhaft gebogen. Gut zu sehen ist, dass die Gegenstände hinter dem Panel gut erkennbar, bei aktivem Display aber kaum sichtbar sind.

Transparentes, flexibles OLED von LG - Demo (Display Week) Video aufrufen
EU-Urheberrechtsreform: Wie die Affen auf der Schreibmaschine
EU-Urheberrechtsreform
Wie die Affen auf der Schreibmaschine

Nahezu wöchentlich liegen inzwischen neue Vorschläge zum europäischen Leistungsschutzrecht und zu Uploadfiltern auf dem Tisch. Sie sind dilettantische Versuche, schlechte Konzepte irgendwie in Gesetzesform zu gießen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht VG Media darf Google weiterhin bevorzugen
  2. EU-Verhandlungen Regierung fordert deutsche Version des Leistungsschutzrechts
  3. Fake News EU-Kommission fordert Verhaltenskodex für Online-Plattformen

Ryzen 5 2600X im Test: AMDs Desktop-Allrounder
Ryzen 5 2600X im Test
AMDs Desktop-Allrounder

Der Ryzen 5 2600X ist eine der besten sechskernigen CPUs am Markt. Für gut 200 Euro liefert er die gleiche Leistung wie der Core i5-8600K. Der AMD-Chip hat klare Vorteile bei Anwendungen, das Intel-Modell in Spielen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Golem.de-Livestream Wie gut ist AMDs Ryzen 2000?
  2. RAM-Overclocking getestet Auch Ryzen 2000 profitiert von schnellem Speicher
  3. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs

Xbox Adaptive Controller ausprobiert: 19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme
Xbox Adaptive Controller ausprobiert
19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme

Microsoft steigt in den Markt der zugänglichen Geräte ein. Der Xbox Adaptive Controller ermöglicht es Menschen mit temporärer oder dauerhafter Bewegungseinschränkung zu spielen, ohne enorm viel Geld auszugeben. Wir haben es auf dem Microsoft Campus in Redmond ausprobiert.
Von Andreas Sebayang

  1. Firmware Xbox One erhält Option für 120-Hz-Bildfrequenz
  2. AMD Freesync Xbox One erhält variable Bildraten
  3. Xbox One Streamer können Gamepad mit Spieler teilen

    •  /