Abo
  • Services:
Anzeige

Veräppelt: Neue Grafikkarten laufen nicht im alten Mac Pro

Apple ermöglicht Bestandskunden weiterhin kein Grafikkarten-Upgrade

Umsteiger aufgepasst: Wer zu Apples Intel-basiertem Mac Pro greift, der erhält zwar einen leistungsfähigen Design-Rechner für MacOS X und Windows XP/Vista, besonders zukunftssicher erscheint er jedoch nicht. Nachdem schon keine offiziellen Prozessor- oder Mainboard-Upgrades angeboten werden, ermöglicht Apple seinen Kunden auch keine Grafikkarten-Upgrades - wie sich jetzt herausstellte, sind die neuen Grafikkarten für den 2008er-Mac-Pro nicht zum Vorgänger kompatibel.

Nachdem in dieser Woche parallel zum neuen Mac Pro auch neue Grafikkarten einzeln für Mac Pros angeboten wurden, sah es noch so aus, als ob diese auch für bestehende Mac Pros gedacht seien. Einen Hinweis bezüglich eventueller Inkompatibilitäten gab es im Apple-Shop nicht - und es gibt sie auch weiterhin nicht. Nun ist jedoch klar, dass zumindest die GeForce-8800-GT-Grafikkarten von Apple in vorherigen Mac-Pro-Modellen vom August 2006 und April 2007 nicht zum Laufen zu bekommen sind.

Anzeige

Im Supportbereich erklärte Apple mittlerweile unter der nicht mehr passenden Überschrift "Mac Pro: Video cards from Power Mac G5 computers are not supported" unter der Liste von Grafikkarten für PowerMac G5, Mac Pro und "Mac Pro (Early 2008)" lapidar: "Alle diese Karten sind nur zur Familie von Computern kompatibel mit denen sie ausgeliefert werden." Das gilt selbst zwischen den Intel-basierten Mac-Pro-Generationen, obwohl alle PCI-Express aufweisen.

Zur Apple-Karte mit AMDs "Radeon HD 2600 XT" gibt es zwar Berichte, nach denen sie dennoch in neueren Macs laufen soll. Definitiv nicht laufen soll aber die Karte mit Nvidias "GeForce 8800 GT" - weswegen der Apple Shop zumindest laut verschiedenen Berichten im Apple-Forum und in verschiedenen anderen wie etwa dem von MacRumors in den USA Kunden anrief, die eine der Karten bestellt hatten, sie nach ihrem Mac-Pro-System befragte und dann anbot, die Bestellung zu stornieren. Entsprechend negativ sind auch die Reaktionen der Nutzer, darunter vor allem auch Windows-Umsteiger, von denen ein Teil im Mac Pro nun eine Sackgasse sehen, da er sich nicht wie ein PC einfach aufrüsten lässt und man zum Kauf eines Neusystems gezwungen werde. In der ersten negativen Produktbewertung der 8800 GT im US-amerikanischen Apple Store spiegelt sich das auch wider.

Apples Vorgehen trifft auch Firmen wie den World-of-Warcraft-Entwickler Blizzard, die laut eigenen Angaben eine größere Zahl von Mac-Pro-Systemen des Jahrgangs 2006 betreiben und nun eigentlich ebenfalls 8800-GT-Karten nachrüsten wollten. Ein Blizzard-Mitarbeiter erklärte im WoW-Forum: "... wir ärgern uns nicht nur passiv über die Situation beim Grafikkarten-Upgrade-Pfad. Es ist eine Diskussion [mit Apple] im Gange".

Der neue 2008er-Mac-Pro bietet zwar schon PCI-Express 2.0, ebenso wie die neuen Grafikkarten, laut der Spezifikation der PCI-SIG müssen 2.0-Karten aber auch in Rechnern mit einem PCI-Express-Bus der Version 1.0 funktionieren. Der Grund, dass das bei Apple nicht klappt, liegt wohl auch nicht in der Hardware, sondern - wie es Blizzard herausfand - im ROM der neuen Grafikkarten: Während bisher 32-Bit-EFIs zum Einsatz kamen, sind es beim neuen Mac Pro 64-Bit-EFIs. Nun stellt sich die Frage, ob Apple für die alten Mac-Pro-Systeme EFI-Upgrades anbieten wird, ob sich die neuen Grafikkarten umflashen lassen oder ob es noch irgendwann separate Grafikkarten-Upgrades für ältere Systeme geben wird. Eine kurzfristige Lösung scheint Apple nicht anbieten zu können, denn sonst würden die Bestellungen nicht storniert.

Andernfalls haben Besitzer älterer Mac Pros immer noch die Möglichkeit, günstigere bzw. leistungsfähigere Standard-Grafikkarten zusätzlich zur vorhandenen Mac-Grafikkarte einzubauen. Der Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass den regulären PCI-Express-Karten das EFI fehlt und ihr BIOS nur von Windows XP und Vista, nicht jedoch von MacOS X erkannt wird. Grafikchip- und Grafikkarten-Hersteller verweisen in dem Fall immer auf Apple, den bis dato alleinigen Anbieter von Grafikhardware und Grafiktreibern für den Mac Pro. Damit vermeidet Apple zwar Probleme, sorgt aber auch für neue. Auf eine Stellungnahme von Apple wartet Golem.de derzeit noch.

Nachtrag vom 12. Januar 2008, uBm 19:50 Uhr:
Mittlerweile haben einige Mac-Pro-Besitzer in verschiedenen Foren bestätigt, dass die Radeon-HD-2600-XT-Karte in den älteren Intel-basierten Mac-Pro-Systemen unter MacOS X und Windows läuft - während Apples GeForce-8800-GT-Karte weiterhin nur unter Windows erkannt wird. Wer nicht auf eine Lösung von Apple und Nvidia warten will, so sie denn überhaupt kommt, für den gibt es noch eine andere Lösung: In seinem Blog erklärte "Netkas" bereits im Dezember 2007, wie die im Vergleich günstigeren Standard-PC-Grafikkarten mit Geforce 8800 GT/GTS (G92), GeForce 8600 und sogar Radeon HD 3870/3850 im Mac Pro zum Laufen zu bekommen sind. Allerdings erfordert das etwas Mut zum Neu-Flashen der jeweiligen Grafikkarte, die dann laut Berichten verschiedener Nutzer sowohl unter Windows als auch MacOS X laufen soll - auf Kosten der Grafikkarten-Garantie wegen des Eingriffs.


eye home zur Startseite
Synapty 24. Jan 2008

Ich möchte mich in der Streiterei nicht wirklich einmischen, aber ich hab da was zum...

dersichdenwolft... 21. Jan 2008

http://www.macnews.de/news/105824.html Ist jetzt wieder Ruhe? Geht wieder Registry...

zweimal ohne 14. Jan 2008

Tja, wir können halt noch Spaß haben, ohne dafür ein Vermögen auszugeben.

afsd 14. Jan 2008

Du hast keine Ahnung und wer das Gegenteil behauptet hat sie auch nicht.

huahuahua 13. Jan 2008

muahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha muahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha...


infin3d.de / 11. Jan 2008



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Frankfurt
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen
  3. ARRI Media GmbH, München
  4. Ratbacher GmbH, Frankfurt


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. (u. a. Game of Thrones, The Big Bang Theory)
  3. (u. a. Mad Max, Legend of Tarzan, Conjuring 2, San Andreas, Creed)

Folgen Sie uns
       


  1. Search Light

    Google testet schlanke Such-App

  2. 3D-Drucker

    Neues Verfahren erkennt Manipulationen beim 3D-Druck

  3. AVS Device SDK

    Amazon bringt Alexa auf Raspberry Pi und andere Boards

  4. Adblock Plus

    OLG München erklärt Werbeblocker für zulässig

  5. Streaming

    Netflix plant 7 Milliarden US-Dollar für eigenen Content ein

  6. Coffee Lake

    Core i3 als Quadcores und Core i5 als Hexacores

  7. Starcraft Remastered im Test

    Klick, klick, klick, klick, klick als wär es 1998

  8. KB4034658

    Anniversary-Update-Update macht Probleme mit WSUS

  9. Container

    Githubs Kubernetes-Cluster überlebt regelmäßige Kernel-Panic

  10. Radeon RX Vega

    Mining-Treiber steigert MH/s deutlich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Threadripper 1950X und 1920X im Test: AMD hat die schnellste Desktop-CPU
Threadripper 1950X und 1920X im Test
AMD hat die schnellste Desktop-CPU
  1. Ryzen AMD bestätigt Compiler-Fehler unter Linux
  2. CPU Achtkerniger Threadripper erscheint Ende August
  3. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test Harte Gegner für Intels Core i3

Sysadmin Day 2017: Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte
Sysadmin Day 2017
Zum Admin-Sein fehlen mir die Superkräfte

Orange Pi 2G IoT ausprobiert: Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
Orange Pi 2G IoT ausprobiert
Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
  1. Odroid HC-1 Bastelrechner besser stapeln im NAS
  2. Bastelrechner Nano Pi im Test Klein, aber nicht unbedingt oho

  1. 3D-Druckkontrolle gehackt

    Earan | 01:02

  2. Re: Warum ich die Golem Werbung blocke ..

    Arkarit | 00:55

  3. Re: Sollen sie Werbeblocker halt aussperren.

    Arkarit | 00:43

  4. Worker einzeln bewegen...

    Baladur | 00:43

  5. Re: Nicht mehr Übersicht? Wurgs...

    ChristianKG | 00:33


  1. 17:02

  2. 15:55

  3. 15:41

  4. 15:16

  5. 14:57

  6. 14:40

  7. 14:26

  8. 13:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel