MoobiCent: Keine unbegrenzte Daten-Flatrate mehr

Drosselung der Datenrate bei intensiver Nutzung

Bereits seit Oktober 2007 werfen Kunden von MoobiCent dem Anbieter vor, die Datenrate von Intensivnutzern der mobilen Daten-Flatrate gezielt zu drosseln. Diese Vorwürfe wurden bislang immer wieder heftigst dementiert und mit nicht näher spezifizierten technischen Problemen begründet. Nun gibt es eine Kehrtwende und der Betreiber hat dieses Gebaren durch AGB-Änderung bestätigt.

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In den geänderten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) schränkt VictorVox als Betreiber des MoobiCent-Angebots die als DSL-Alternative beworbene HSDPA-Flatrate ein, wenn diese "über das übliche Maß" genutzt wird. Dann wird die Datenrate gezielt gedrosselt oder der Dienst ganz gesperrt. Bislang gab es solch einen Passus nicht in den MoobiCent-AGB. Was ein übliches Maß darstellt, bleibt für den Kunden allerdings vollkommen unklar. In jedem Fall wird klar, dass die MoobiCent-Flatrate nun ganz offiziell nicht mehr für eine unbegrenzte Nutzung geeignet ist.

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Trotz der Änderungen an den AGB geht die MoobiCent-Vermarktung unverändert weiter. Es fehlt auf der Homepage jeder Hinweis auf die Einschränkungen der Daten-Flatrate und das Produkt wird dem Kunden als DSL-Alternative schmackhaft gemacht. Im deutlichen Widerspruch dazu stehen die geänderten AGB. Denn dem Kunden wird darin an anderer Stelle sogar untersagt, eine "Überlastung der vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellten Netzkapazität" hervorzurufen. Wann der Kunde das Netz überlastet, bleibt indes ebenfalls das Geheimnis des Anbieters.

Der Betreiber von MoobiCent droht sogar mit einer Abmahnung, wenn die Daten-Flatrate so eingesetzt wird, wie sie angeboten wird - ohne Volumenbegrenzung. Falls der Kunde trotz einer solchen Abmahnung die Daten-Flatrate weiterhin unbegrenzt nutzt, droht ihm die Sperrung des Dienstes sowie eine außerordentliche Kündigung des Vertrages.

MoobiCent-Kunden hatten sich seit dem Herbst 2007 wiederholt darüber beklagt, dass sie die Daten-Flatrate nicht mehr mit HSDPA-Geschwindigkeit nutzen können, sondern ihnen nur noch maximal GPRS-Geschwindigkeit angeboten wird. So kam der Vorwurf auf, die MoobiCent-Betreiber würden die Datenrate gezielt drosseln. Auf Nachfrage wurde dies bislang immer wieder strikt dementiert. Stattdessen wurden technische Probleme als Begründung genannt. Welche Probleme es hier gab, blieb allerdings vollkommen im Unklaren.

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Als weitere Änderung wurde die Vertragslaufzeit verkürzt. Bislang lief ein MoobiCent-Vertrag 24 Monate. Mit sofortiger Wirkung gilt beim Vertragsabschluss nur noch eine Laufzeit von 4 Monaten. Nach dieser Frist wird der Vertrag automatisch verlängert, solange keine Kündigung vorliegt. Außerdem wird der Vertrag offensichtlich seitens des Betreibers nur verlängert, wenn der Kunde das gekaufte Produkt nicht so einsetzt, wie es der Anbieter bewirbt. Im Zuge der verkürzten Vertragslaufzeit verteuern sich auch die Hardware-Kosten. Entsprechende HSDPA-Modems für den PC kosten fortan 150,- Euro statt wie bisher 100,- Euro.

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aktionaltvertra... 25. Mai 2009

Leider, wird es dem Kunden und Verbraucher immernoch schwer gemacht sein Recht zu...

Rolle 19. Feb 2008

Die Infos hier sind alle recht hilfreich - besten dank. Ich hatte mit dem Gedanken...

Ferdinand 15. Jan 2008

Bei einer seriösen Firma ja, aber nicht bei Mogelcent bzw. Victorvox... Man muss ja auch...

Youssarian 13. Jan 2008

Ich will Krebsfleisch und soll Surimi nehmen, weil der Surimi-Anbieter vielleicht...



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