Noahpad: Erklärter Konkurrent des Eee-PC

E-Lead(öffnet im neuen Fenster) ist in der Elektronik-Branche vor allem als Zulieferer von Unterhaltungselektronik für Autos bekannt. Auf einer eigenen Webseite präsentiert das Unternehmen nun sein 7-Zoll-Notebook "Noahpad", das dort auch ausdrücklich als mit "einem ähnlichen Preisbereich wie der Eee-PC" beschrieben(öffnet im neuen Fenster) wird. Weiter gibt E-Lead an, sein Rechner habe nur ein Drittel der Grundfläche des Eee-PC. Ein Schnellschuss als Reaktion auf den sehr begehrten Asus-Rechner soll der Rechner aber nicht sein: E-Lead will ihn schon zweieinhalb Jahre lang entwickelt haben – die ersten Gerüchte über Asus' Eee-PC erschienen aber erst Mitte 2007.
Auch wenn das Mini-Notebook halb aufgeklappt auf dem Tisch liegt, soll die geteilte Tastatur die Eingabe erleichtern, weil die Hände nicht unnatürlich eng parallel geführt werden müssen. Mittels einer Taste kann zudem die rechte Hälfte auf den Betrieb als Touchpad umgeschaltet werden und dient dann als Mausersatz. Die linke Seite des Eingabefeldes lässt sich verwenden, um den dargestellten Bildschirminhalt direkt zu verschieben – ähnlich wie sich das mit Mäusen beim Festhalten der Rad-Taste erreichen lässt.
Dieses vergleichsweise teure Bauteil hat E-Lead aber eingespart, auch der Rest der Ausstattung ist äußerst günstig gehalten, sollte in der Summe aber kaum günstiger als die Komponenten des Eee-PC sein. Als Prozessor kommt Vias C7 mit 1 GHz zum Einsatz, als Chipsatz dient der CX700 , der nur aus einem Baustein besteht. Von Via stammt im Übrigen auch der YouTube-Clip zum Noahpad. Ob E-Lead auch die besonders sparsame Mobil-Variante der CPU verbaut hat wie Packard-Bell bei seinem EasyNote , ist nicht bekannt. Das gilt auch für den Takt des DDR2-Speichers im Noahpad, er ist jedoch mit 512 MByte Größe angegeben.
Anders als die mageren 4 GByte Flash-Speicher des Eee-PC kommt beim Noahpad eine 1,8-Zoll-Festplatte mit 30 GByte als Massenspeicher zum Einsatz, was die Bauteil-Rechnung für E-Lead nach oben treiben dürfte. Auch WLAN nach 802.11b/g und Bluetooth (Letzteres bietet der Eee-PC nicht) sind vorhanden, für eine Ethernet-Anbindung will E-Lead einen USB-Adapter mitliefern. Die Auflösung des Bildschirms ist noch nicht bekannt, der Hersteller spricht nur von einem 7-Zoll-Display, das ein "10-Zoll-Fenster" darstellen kann – gemeint dürfte hier die Bildschirm-Verschiebung für die Anzeige von 1.024 x 768 Pixeln sein, am wahrscheinlichsten sind die üblichen 800 x 480 Pixel nativer Auflösung. Auch der Rest der bisher veröffentlichten technischen Daten(öffnet im neuen Fenster) ist noch unvollständig – den sehr kleinen Bildern von E-Lead nach zu urteilen sind aber noch ein VGA-Ausgang und insgesamt zwei USB-Ports vorhanden.
Eine genaue Größenangabe macht E-Lead bisher auch nicht. Das Gewicht des Rechners soll jedoch 780 Gramm betragen, 144 Gramm weniger als beim Eee-PC 701. Die Laufzeit des Rechners beziffert E-Lead mit "mehr als 10 Stunden" , wenn zusätzlich zum normalen Akku noch ein externes Strompaket benutzt wird. Da der externe Akku laut den technischen Daten mit 10.000 Milliamperestunden gegenüber dem internen von 3.900 Milliamperestunden mehr als doppelt so groß ist, sollte das Noahpad auch mit dem kleinen Akku knapp drei Stunden durchhalten. Der Eee-PC läuft laut den Tests von Golem.de mit knapp dreieinhalb Stunden bei aktiviertem WLAN nur wenig länger. Als Betriebssytem verwendet E-Lead Ubuntu-Linux in Version 7.1, beim Eee-PC ist eine modifizierte Linux-Distribution von Xandros im Einsatz.
Außer, dass das Noahpad ähnlich günstig sein soll wie der Eee-PC (299,- Euro), machte E-Lead bisher keine konkreten Angaben zum Preis des Geräts für den Endabnehmer. Auch ob und wann das Gerät, dessen Modellnummer "EL-460 UMPC" lautet, in Europa erscheint, steht noch nicht fest.



