Interview: "KDE 4.0 ist unsere Boeing 747"

Aaron Seigo im Gespräch über die neue KDE-Generation

Es hat ein paar Jahre gedauert, bis KDE 4.0 in greifbare Nähe rückte. Doch am heutigen 11. Januar 2008 wurde nun die erste Version der neuen Generation veröffentlicht. Golem.de sprach mit dem von Trolltech bezahlten KDE-Entwickler Aaron Seigo über die Neuerungen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Golem.de: Von den ersten Ideen zu KDE 4 bis zur Veröffentlichung von KDE 4.0 hat es etwa zwei Jahre gedauert. Wie zufrieden sind Sie mit dem, was das KDE-Projekt in dieser Zeit erreicht hat?

Aaron J. Seigo
Aaron J. Seigo
Aaron Seigo: Ich bin sehr stolz auf das, was unser Team geschaffen hat. Wir haben das Fundament erstellt, um über Jahre konkurrenzfähig im Hinblick auf andere Desktop-Oberflächen und -Systeme zu bleiben, während verschiedene Bereiche immer weiter verbessert werden.

Normalerweise veröffentlichen wir schnell und vor allem an einem Datum orientiert neue Versionen. Als es um KDE 4 ging, haben wir verstanden, dass wir nicht nur den Rücklichtern unserer proprietären Konkurrenz hinterherjagen, sondern alles herausholen müssen, um den Weg zu ebnen, um sie direkt hinter uns zu lassen. Dafür braucht man einen revolutionären Entwicklungszyklus und solche Vorhaben sind natürlich voller Risiken. Durch die Überzeugung und Leidenschaft unseres Teams haben wir dies geschafft.

Wenn man heute eine Liste mit all den Dingen erstellt, die wir vor zwei Jahren erreichen wollten, ist es unglaublich, wie wir nicht nur die Grundlagen für all diese Ziele, sondern bereits recht solide erste Versionen geschaffen haben.

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Golem.de: Was genau und vor allem für wen ist nun KDE 4.0?

Seigo: KDE 4.0 ist die erste Version der KDE-4-Serie. Sie stellt die neuen Bibliotheken und die verbesserten alten vor, bringt neue Versionen einiger Anwendungen und buchstäblich tausende Verbesserungen, seit wir mit der Arbeit begonnen haben. Die Menge an Neuerungen ist tatsächlich umwerfend.

KDE 4.0
KDE 4.0
Das Publikum für die Version 4.0 ist dreigeteilt: Da wären externe Entwickler, die nun anfangen können, ihre Programme zu portieren oder neue Programme für KDE 4 zu schreiben und sich dabei sicher sein können, dass die APIs sich nicht plötzlich verändern. KDE 4.0 richtet sich aber auch an die Enthusiasten und Bleeding-Edge-Nutzer, die die neueste Version haben wollen und uns wiederum mit ihren Tests und entsprechenden Rückmeldungen helfen. Aber auch Systemintegratoren und die Betriebssystemanbieter können jetzt anfangen, mit KDE 4 zu arbeiten.

Produktionsumgebungen und konservative Anwender werden allerdings auf die Version 4.1 warten wollen, wie aber eigentlich bei jeder Punkt-null-Version. Denn während der Arbeit an 4.0.x werden wir viele der verbleibenden Probleme finden und beseitigen.

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olivier 07. Aug 2008

hallo zusammen, ich finde das kde4 gut, und die Programierer haben erstaundliches...

IT-SEAL 13. Jan 2008

... :-)

matbhm 13. Jan 2008

Nee, also der Verweis auf Firefox ist natürlich Blödsinn, weil jedenfalls KDE den...

europaer 12. Jan 2008

blech



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