• IT-Karriere:
  • Services:

Interview: "KDE 4.0 ist unsere Boeing 747"

KDE 4.0
KDE 4.0
Golem.de: Wann wird denn KDE 4.1 erscheinen, wenn dieses als komplettere und stabilere Version angesehen wird?

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Berlin, Hannover, Münster, Schweinfurt, bundesweit
  2. medavis GmbH, Karlsruhe

Seigo: Wir haben für 4.1 noch keinen Zeitplan veröffentlicht, aber einiges ist bereits sicher. So wird es relativ schnell gehen, der Beginn des dritten Quartals 2008 ist nicht unrealistisch. Zudem wird diese Version wieder eher zu einem festgelegten Datum veröffentlicht, anstatt nach funktionalen Kriterien, womit wir wieder zu unserer traditionellen Veröffentlichungspolitik zurückgehen. Ganz sicher wird KDE 4.1 große Verbesserungen gegenüber 4.0 bringen.

Golem.de: KDE 4.0 enthält ja bereits viele Neuerungen, doch andererseits gibt es auch Funktionen wie das PIM-Framework Akonadi, die noch nicht komplett implementiert sind. Könnte dies zum Problem werden, da im Laufe der Entwicklung viele Erwartungen geweckt wurden?

Seigo: Mit Erwartungen umzugehen ist immer schwierig und in Bezug auf Open Source noch komplizierter. Wir arbeiten 100 Prozent offen, ohne einen Schleier zwischen uns und der Öffentlichkeit. Legen wir also eine Vision und eine Strategie fest, sehen die Leute diese. Um einen Entwicklungszweig zu planen, an dem die nächste Dekade gearbeitet wird, muss man viele Visionen und Pläne entwickeln. Die Öffentlichkeit hat gesehen, was wir machen, und wurde genauso aufgeregt wie wir - viele haben dabei aber nicht verstanden, dass sie den Prozess einer langfristigen Vision verfolgen. Wir haben nur unsere Richtung für diese große Reise vorgestellt und seit wir das Problem bemerkt haben, versuchen wir den Leuten klar zu machen, dass die Version 4.0 der erste Schritt ist, um unsere Ziele zu erreichen und unsere Visionen umzusetzen. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass KDE 4.0 die Anwender bereits beeindruckt.

Golem Akademie
  1. Ansible Fundamentals: Systemdeployment & -management
    26.-30. April 2021, online
  2. Python kompakt - Einführung für Softwareentwickler
    19./20. April 2021, online
Weitere IT-Trainings

Manch einer mag sich daran erinnern, dass es in der Vergangenheit Kritik an den Open-Source-Desktops gab, da sie nichts Neues ausprobierten, nicht ihre Richtung darstellten und so weiter. Jetzt haben wir genau das getan. Wie das bei allen neuen Schritten ist, haben wir es vielleicht nicht so gut hinbekommen wie wir könnten oder auch in Zukunft schaffen werden, aber auch unser Publikum braucht Zeit, um sich umzustellen. Denn auch sie sind nicht gewöhnt, dass frühzeitig über kommende Entwicklungen gesprochen wird und das führt manchmal zu Verwirrung.

Es ist auf jeden Fall eine interessante Erfahrung, aus der wir lernen. Vor solchen Problemen stehen nur große, komplett offene und erfolgreiche Projekte - und außer KDE gibt es nur wenige, auf die diese Beschreibung passt. Daher müssen wir mit Problemen umgehen, die man ansonsten in der Industrie nicht findet. Aus einer Management- und Kommunikationsperspektive betrachtet ist dies wiederum sehr interessant. Es zeigt auch, dass es heute in Open-Source-Projekten nicht nur um Programmieren geht, wenn man erfolgreich werden soll, es geht auch um Kommunikation und Marketing.

Golem.de: Für Windows Vista hat Microsoft sehr viele Funktionen angekündigt, die dann nicht in das Betriebssystem gelangten. Ist ein Vergleich zwischen Vista und KDE 4 angebracht?

Seigo: Es ist richtig, dass Vista viele der interessanten Frameworks, die Microsoft beworben hat, nicht enthält. Doch wir haben so ziemlich jedes System geschaffen, das wir haben wollten. Es gibt einen großen Unterschied zwischen vorhandenen Frameworks, die noch nicht alle Funktionen haben, wie bei KDE 4.0, und versprochenen, aber überhaupt nicht enthaltenen Frameworks, wie bei Vista.

KDE 4.0
KDE 4.0
Wir haben unter anderem ein neues Desktop-Framework, ein neues "Look & Feel", Desktop-Effekte, eine überall vorhandene Suche mit Metadatenunterstützung, verbesserten Umgang mit Hardware, ein neues Multimediasystem, einen neuen Dateimanager, ein integriertes Instant-Messaging-System und ein System für Groupware-Daten angekündigt. All das findet man in KDE 4.0! Viele dieser Komponenten werden zwischen jetzt und KDE 4.1 noch dramatisch weiterentwickelt, aber das heißt nicht, dass die Frameworks nicht schon vorhanden sind. Wir haben nichts, was wir angekündigt haben, auf dem Fußboden des Schneideraums zurückgelassen - und genau deshalb haben wir so lange gebraucht, um dorthin zu kommen, wo wir jetzt sind.

Der normale Nutzer wird in den nächsten Versionen verfolgen können, wie diese neuen Techniken praktisch verwirklicht werden, nämlich dann, wenn mehr Anwendungen darauf aufbauen.

Und zu guter Letzt: Wir haben weniger als die Hälfte der Zeit gebraucht, die Microsoft für Vista benötigt hat - außerdem hatten wir nur einen Bruchteil ihres Budgets. Wir können das als Team schaffen, da jeder Beteiligte mit viel Leidenschaft dabei ist und wie effiziente Entwicklungsprozesse nutzen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Interview: "KDE 4.0 ist unsere Boeing 747"Interview: "KDE 4.0 ist unsere Boeing 747" 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Darksiders 3 für 11,99€, Dirt Rally 2.0 für 4,50€, We Happy Few für 7,99€)
  2. 317,29€ (Bestpreis)
  3. (u. a. Bosch Küchenmaschine für 129,90€, Kaspersky Internet-Security für 29,49€)
  4. (u. a. Anker Wireless Powerbank 10000mAh Qi-zertifiziert für 31,99€, Anker PowerPort+ Atom III...

olivier 07. Aug 2008

hallo zusammen, ich finde das kde4 gut, und die Programierer haben erstaundliches...

IT-SEAL 13. Jan 2008

... :-)

matbhm 13. Jan 2008

Nee, also der Verweis auf Firefox ist natürlich Blödsinn, weil jedenfalls KDE den...

europaer 12. Jan 2008

blech

Ahlaja 12. Jan 2008

Ja irgendwie müssen die imaginären Terroristen ja Flugzeuge kappen


Folgen Sie uns
       


Polestar 2 Probe gefahren

Wir sind mit dem Polestar 2 eine längere Strecke gefahren und waren von dem Elektroauto von Volvo angetan.

Polestar 2 Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /