Abo
  • IT-Karriere:

FCC ermittelt gegen Comcast wegen Blockade von Filesharing

Netzneutralität oder Traffic-Management?

Internetnutzer lieben Filesharing, andere weniger: Musik- und Filmindustrie sehen darin die illegale Verbreitung ihrer Inhalte. Internet-Provider sehen darin eine Belastung ihrer Netze - und behindern den Dateitausch auch schonmal. Die amerikanische Regulierungsbehörde FCC hingegen hält nichts davon, Peer-to-Peer-Protokolle zu sperren.

Artikel veröffentlicht am ,

"Natürlich werden wir das untersuchen und sicherstellen, dass kein Kunde geblockt wird." Kevin J. Martin, Chef der amerikanischen Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC), gab sich am Dienstag auf der CES in Las Vegas kämpferisch. Seine Behörde werde prüfen, ob Comcast, immerhin der zweitgrößte Internet-Provider in den USA, aktiv den Internet-Traffic behindert habe.

Inhalt:
  1. FCC ermittelt gegen Comcast wegen Blockade von Filesharing
  2. FCC ermittelt gegen Comcast wegen Blockade von Filesharing

Martin reagierte damit auf Beschwerden aus dem Herbst 2007. Comcast-Kunden beschuldigten damals ihren Provider, dass er den Tausch von Dateien über das populäre Peer-to-Peer-Protokoll BitTorrent unterbinde. Auch andere Filesharing-Anwendungen waren betroffen.

Tests der Nachrichtenagentur AP ergaben, dass Comcast mit Hilfe von TCP-RST-Paketen die Verbindung zwischen zwei Computern, die Dateien tauschen wollen, kappte. Diese Datenpakete signalisieren einem Rechner, die Gegenstelle wolle die Kommunikaton beenden (RST steht für "reset", zurücksetzen, löschen, auf null stellen). Tatsächlich kamen diese Signale jedoch nicht vom Partnerrechner, sondern vom Provider. Tests der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) bestätigten die Ergebnisse von AP. Die Methode, merkte die EFF an, werde auch in China zur Netzzensur eingesetzt.

Comcast verneinte die Vorwürfe, gab aber zu, einen Teil des Traffics zwischen Computern, die Dateien tauschen, zu verlangsamen. Das sei nötig gewesen, um den Breitbandzugang für die Mehrheit der Kunden zu sichern. Dieses Vorgehen falle unter die Regulierung des "angemessenen Traffic-Managements". Das stellt eine Ausnahme zum Prinzip der Netzneutralität dar, für das die FCC eintritt.

FCC ermittelt gegen Comcast wegen Blockade von Filesharing 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-72%) 16,99€
  2. 8,99€
  3. 4,60€

ich und ich 13. Jan 2008

Soll ich dir einen screen machen von meinem Torrent? Ich bin bei der Telekom und habe...

Youssarian 13. Jan 2008

Denkbar. Bei mir ist das immerhin noch fraglich. ;-) Das ist ebenso richtig wie...

raccoon 11. Jan 2008

hä? der angerufene und der anrufer zahlt oder wie oder was ? nichts anderes ist das...

lukeen 10. Jan 2008

das bittorrent protokoll wurde doch dafür geschaffen, traffic aufzuteilen und somit die...

fl0w 10. Jan 2008

Die Unternehmen speichern doch erst ab 09 oder? Abgesehn davon kann man ja SwissVPN oder...


Folgen Sie uns
       


Katamaran Energy Observer angesehen

Die Energy Observer ist ein Schiff, das ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben wird und seinen Treibstoff zum Teil selbst produziert. Wir haben es in Hamburg besucht.

Katamaran Energy Observer angesehen Video aufrufen
Physik: Den Quanten beim Sprung zusehen
Physik
Den Quanten beim Sprung zusehen

Quantensprünge sind niemals groß und nicht vorhersehbar. Forschern ist es dennoch gelungen, den Vorgang zuverlässig zu beobachten, wenn er einmal angefangen hatte - und sie konnten ihn sogar umkehren. Die Fehlerkorrektur in Quantencomputern soll in Zukunft genau so funktionieren.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    Wolfenstein Youngblood angespielt: Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?
    Wolfenstein Youngblood angespielt
    "Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?"

    E3 2019 Der erste Kill ist der schwerste: In Wolfenstein Youngblood kämpfen die beiden Töchter von B.J. Blazkowicz gegen Nazis. Golem.de hat sich mit Jess und Soph durch einen Zeppelin über dem belagerten Paris gekämpft.
    Von Peter Steinlechner


      Webbrowser: Das Tracking ist tot, es lebe das Tracking
      Webbrowser
      Das Tracking ist tot, es lebe das Tracking

      Die großen Browserhersteller Apple, Google und Mozilla versprechen ihren Nutzern Techniken, die das Tracking im Netz erschweren sollen. Doch das stärkt Werbemonopole im Netz und die Methoden verhindern das Tracking nicht.
      Eine Analyse von Sebastian Grüner

      1. Europawahlen Bundeszentrale will Wahl-O-Mat nachbessern
      2. Werbenetzwerke Weitere DSGVO-Untersuchung gegen Google gestartet
      3. WLAN-Tracking Ab Juli 2019 will Londons U-Bahn Smartphones verfolgen

        •  /