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CES: Intel zeigt 1-Chip-Lösung für Media-Center mit HD

System-on-a-Chip "Canmore" soll noch 2008 geliefert werden

Selten hat Intel ein bereits fertiges Chipdesign so geheim gehalten: In seiner Keynote-Ansprache auf der "Consumer Electronics Show" in Las Vegas zeigte Intel-CEO Paul Otellini einen Rechner, der HD-Video und 7.1-Sound beherrscht. Das Besondere: Die Funktionen sind erstmals auf einem einzigen Chip mit x86-Architektur integriert.

Das Projekt mit dem Codenamen "Canmore" ist Intels erstes System-on-a-Chip (SoC) für Geräte der Unterhaltungselektronik. Für Netzwerke gibt es bereits das SoC "Tolapai", für mobile Internetgeräte (MIDs) hat Intel für das Jahr 2009 bereits die Plattform "Moorestown" angekündigt. Dort, wo die Integration von Rechenleistung, Grafik, Video und I/O am naheliegendsten ist, nämlich bei Unterhaltungselektronik für zu Hause, hatte Intel noch nichts zu bieten. Paul Otellini erwähnte Canmore auf dem IDF Fall 2007 sehr kurz und zeigte jetzt auf der CES ein damit laufendes System.

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Paul Otellini mit Canmore-Rechner
Paul Otellini mit Canmore-Rechner
Der Rechner hatte jedoch, wie in der nun als Stream vorliegenden Keynote zu sehen ist, nur die Ausgabe eines Videos auf einem Flachbildschirm zu bewältigen. Die Bilder in dieser Meldung stammen aus diesem Stream, wir bitten die schlechte Qualität zu entschuldigen. Wie Paul Otellini erklärte, soll Canmore HD-Wiedergabe bis 1080p (1.920 x 1.080 Pixel in Vollbildern) beherrschen, zudem 7.1-Sound und 3D-Funktionen. All dies hat Intel auf einem einzelnen Chip integriert - mit welcher Strukturbreite gab der Halbleiter-Hersteller noch nicht bekannt, 45 Nanometer liegen jedoch mehr als nahe.

Für den Einsatzzweck der 3D-Grafik sprach Intels Chef von "Online Games", gemeint dürften jedoch eher einfache Browser-Spiele sein, ein flüssiges World of Warcraft darf man sich von Intels SoC wohl kaum erhoffen. Bemerkenswert ist an Canmore, dass Intel laut Otellini zuerst die Audio/Video-Einheit entwickelt hat. Auch die HD-Wiedergabe wird also nicht dem Grafik-Kern aufgebürdet, wie das bei integrierter Grafik sonst üblich ist. Für seine aktualisierte Santa-Rosa-Plattform für Notebooks stellt Intel die HD-Wiedergabe auch besonders heraus.

Bestandteile von Canmore
Bestandteile von Canmore
Neben einem einzelnen CPU-Kern stecken in Canmore auch Funktionen für die Ein- und Ausgabe wie Tastatur oder Fernbedienung, USB und Netzwerk sowie ein Speichercontroller und ein Block namens "Security". Ob damit nur die HDCP-Entschlüsselung oder Trusted Computing gemeint ist, erklärte Intel bisher nicht. Im Anschluss an Otellinis Rede gab der Chiphersteller aber noch bekannt, dass Canmore bereits im zweiten Halbjahr 2008 ausgeliefert werden soll. Paul Otellini sprach zwar von "den ersten Canmore-Chips aus unseren Fabriken" als Basis für seinen Demo-PC, nannte aber nicht, ob es sich um "First Silicon" oder schon einen seriennahen Entwicklungsstand handelt.

Welche Hersteller von Geräten der Unterhaltungselektronik Canmore womöglich verbauen wollen, verriet Intel auch noch nicht. Wer sich aber bereits auf PC-Technik für Media-Center-PCs eingelassen hat, dürfte Canmore interessant finden. Für die gleiche Funktionalität, die Intel auf der CES versprach, verbaut Sony in seinem kreisrunden Rechner "Vaio TP1" derzeit einen mobilen Core 2 Duo samt Chipsatz und externer Grafikkarte. Das ist nicht nur viel teurer, sondern benötigt im Gerät viel Platz, Strom und aufwendige Kühlung. Dass aus Canmore Geräte unter dem bei Intel nun weniger populären Logo "Viiv" werden könnten, erwähnte Otellini übrigens nicht.


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Angel 15. Jan 2008

In seiner Preisklasse hat der iPod garantiert einen höheren Marktanteil als 10-20...

blork42 10. Jan 2008

Buuuh, geh arbeiten.

Leser 10. Jan 2008

Ui, Sigma und Broadcom haben x86-Cores? Auf denen Myriaden von Programmen laufen? Poste...

lilili 10. Jan 2008

kwt

DrAgOnTuX 09. Jan 2008

ersteres stempel ich unter "verallgemeinerter marketing-begriff" ab und zweiteres heizt...



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