Parallels' Server-Virtualisierung im offenen Beta-Test

Software läuft unter Linux, MacOS X und Windows

Parallels hat einen offenen Beta-Test des Parallels Server gestartet. Das Unternehmen stellt damit eine Server-Virtualisierung auf Basis des den Parallels-Desktop-Produkten zugrunde liegenden Hypervisors vor, die unter Linux, MacOS X und Windows läuft und bereits von Intels neuer Virtualisierungstechnik profitieren soll.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Parallels Server
Parallels Server
Der Parallels Server soll auf jeder x86- oder x64-Maschine mit Windows, Linux oder MacOS X laufen und ist damit auch für Apples Xserve-Geräte verfügbar, für die andere Virtualisierungsanbieter wie VMware bisher keine gesonderte Lösung im Programm haben. Als Gastsystem kommen laut Anbieter über 50 Betriebssystemversionen in Frage, darunter Windows Server 2003, Windows Server 2008, MacOS X 10.5 Server, Red Hat Enterprise Linux, Suse Enterprise Linux sowie Sun Solaris - diese ebenfalls alle in ihren 64-Bit-Varianten.

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Parallels Server soll nach Herstellerangaben auch als "Bare Metal Hypervisor", also direkt auf der Hardware ohne extra installiertes Wirtsbetriebssystem, laufen können. Während der Installation soll der Anwender wählen können, in welchem Modus der Hypervisor laufen soll. Auf dem Host unterstützt die Virtualisierungssoftware bis zu 64 GByte RAM und kann den Gästen zwei virtuelle Prozessoren zur Verfügung stellen.

Die virtuellen Maschinen können ferner ACPI nutzen und der Parallels Server unterstützt Intels Hardware-Virtualisierungstechnik VT-x für eine bessere Leistung der Gastsysteme. Experimentelle Unterstützung wurde zudem für die zweite Generation dieser Technik, VT-d, integriert. Dadurch sollen sich Hardware-Komponenten wie eine zweite Grafik- oder Netzwerkkarte auch direkt einem Gast zuweisen lassen.

Versprochen wird ferner eine offene Schnittstelle, um über Skripte selbst Verwaltungswerkzeuge erstellen zu können. Die zum Parallels Server gehörende Parallels Management Console soll zudem den Zugriff auf virtuelle Umgebungen von einem anderen Computer über das Netzwerk erlauben.

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Für künftige Versionen kündigte Parallels außerdem die Kompatibilität zu der Container-Virtualisierungslösung Virtuozzo an. Virtuozzo nutzt den Host-Kernel, um verschiedene Instanzen desselben Betriebssystems zu starten. Später soll es möglich sein, solche Container auf Parallels Server zu migrieren, allerdings noch nicht mit dem Parallels Server 1.0.

Für den offenen Beta-Test müssen sich Interessenten registrieren. Wann die fertige Version der Software erscheinen wird, ist derzeit nicht bekannt - vor einigen Monaten war jedoch noch die Rede von Anfang 2008.

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