Linux-Kernel 0.01 für Qemu

Version für GCC 4.x und Bash 3.2 angepasst

Der Programmierer Abdel Benamrouche hat den Linux-Kernel 0.01 aktualisiert, so dass sich der Betriebssystemkern mit der Compiler-Sammlung GCC 4.x übersetzen lässt. Damit kann die erste Version des Kernels mit aktuellen Entwicklungswerkzeugen kompiliert werden und in Emulatoren wie Qemu und Bochs laufen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Der von Benamrouche angepasste Kernel 0.01 lässt sich nach seinen Angaben mit dem GCC 4.x kompilieren. Die Shell Bash 3.2 soll ebenfalls mit Linux 0.01 funktionieren. Kerneltrap berichtet außerdem, dass auch die Coreutils 6.9, die Dietlibc 0.31, Bin86 0.16.17, Make 3.81, Ncurses 2.0.7 sowie Vim 7.1 laufen sollen.

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Während Benamrouche den angepassten Kernel nicht auf einem echten Computer ausprobiert hat, soll er in den Emulatoren Qemu und Bochs starten. Ein Disketten- und Festplatten-Image für Qemu steht zum Download bereit. Wie das Image in Qemu gestartet wird, schreibt er in seiner E-Mail an die Kernel-Mailingliste.

Gedacht waren die Anpassungen für Benamrouche selbst als Lehrprojekt, um etwas über den Aufbau des Kernels zu erfahren. Da Linux 0.01 noch so klein ist, habe er alle Komponenten verstehen können, so Benamrouche. Die Anpassungen waren nötig, da sich das Original-Archiv des Kernel 0.01 nicht mehr mit aktuellen Entwicklungswerkzeugen übersetzen lässt - Linus Torvalds verwendete damals noch den GCC 1.40.

Linus Torvalds veröffentlichte Linux 0.01 am 17. September 1991. Das gzip-komprimierte Archiv war damals kein ganzes MByte groß, während heutige Changelogs bereits mehrere MByte beanspruchen. Da es keine Optionen gab, fehlte auch ein Konfigurationssystem.

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Der Kernel 0.01 lief nur auf 386ern und unterstützte eine Ausgabe per EGA- und VGA. AT-Hardware funktionierte ebenfalls, wer Linux allerdings einsetzen wollte, brauchte auch eine finnische Tastatur. "Oh, you can use a US keyboard, but not without some practise :-)", hieß es dazu in den Release Notes. Da Linux zu diesem Zeitpunkt noch kein eigenes Bootsystem besaß, ließ sich der Kernel nur von einem Minix-System aus starten und auch das Dateisystem stammte von Minix. Das einzig funktionierende "Programm" war die Bash, an die Torvalds eher seinen Kernel angepasst hatte als andersherum.

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DexterF 11. Jan 2008

Jetzt weiss ich's.

Hello_World 10. Jan 2008

Gute Frage... vor ein paar Tagen kam ja die 0.9.1 heraus, aber auch bei der geht's nicht.

Hacker Harry 09. Jan 2008

Das war eine Nachricht wert. Du hast den Artikel nicht verstanden.

DrAgOnTuX 08. Jan 2008

Ricers!!!!!



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