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Intel verlässt OLPC

Grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten. Es war von Anfang an keine Liebe: OLPC-Gründer Nicholas Negroponte nutzte die Konkurrenz-Prozessoren für den 100-Dollar-Laptop, der damalige Intel-Chef Craig Barrett konterte, der Rechner sei eine technische Spielerei. Dann fielen sich Intel und OLPC doch noch in die Arme – um nun wieder getrennte Wege zu gehen. Die Meinungsverschiedenheiten darüber, was man tun darf oder lassen soll, waren doch zu groß.
/ Werner Pluta
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Nach gerade mal einem halben Jahr ist der Chiphersteller Intel wieder aus dem "One Laptop per Child"-Projekt (OLPC) ausgestiegen. Grund für den Ausstieg war nach Angaben von Intel die Forderung von OLPC-Chef Nicholas Negroponte, dass Intel aufhöre, den eigenen Schülerrechner Classmate-PC zu vermarkten. Dieser Forderung könne man nicht nachkommen, begründete Intel-Sprecher Chuck Mulloy gegenüber dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) den Schritt. Man sei mit OLPC "in eine ausweglose philosophische Situation" geraten, so Mulloy.

Intel vermarktet seinen Classmate-PC ebenfalls in den Ländern der Dritten Welt. Außerdem liefert Intel Chips für weitere Laptops für Schulkinder in diesen Ländern. Intel bevorzuge "viele Lösungen" für die Dritte Welt und nicht nur den OLPC-Rechner. Außerdem würde eine Einstellung des Classmate die Beziehungen zu Herstellern und Lieferanten im Ausland beeinträchtigen, so Mulloy weiter.

Eigentlich hatte Intel auf der am Montag beginnenden CES in Las Vegas einen neuen OLPC-Rechner mit seinen eigenen Chips vorstellen wollen. Nach dem Ausstieg aus dem Projekt hat Intel den Rechner nach Angaben von Mulloy ausgesondert.

Nachdem der einstige Intel-Chef Craig Barrett den XO-Laptop anfangs noch als Gadget verspottet hatte, war der Chiphersteller im Juli 2007 nach längeren Verhandlungen der Initiative beigetreten. Der Unmut des damaligen Intel-Chefs mag auch daher gerührt haben, dass der Laptop, der auch als 100-Dollar-Laptop bezeichnet wird, mit Chips des Intel-Konkurrenten AMD ausgerüstet ist.


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