Abo
  • Services:
Anzeige

Baut Australien eine Great Firewall?

Jugendschutz artet in Zensur aus

Ab dem 20. Januar 2008 gelten in Australien neue Regeln zum Jugendschutz. Ziel ist es, Jugendlichen den Zugang zu für sie ungeeigneten Inhalten zu erschweren. Was jedoch wie Jugendschutz aussieht, gleicht frappierend der Great Firewall of China, also der Internetzensur in China.

Beim ersten Lesen klingt die Überschrift ganz harmlos: "Neue Regeln für altersbeschränktes Internet und mobile Inhalte" hat die australische Medienbehörde, die "Australian Communications and Media Authority" (ACMA), erlassen. Mit Hilfe dieser Regeln will die neu gewählte Labor-Regierung Kinder und Jugendliche vor schädlichen Inhalten wie Gewalt oder Pornografie schützen.

Anzeige

Jugendschutz klingt gut. Doch was als Jugendschutz daherkommt, gleicht der in der westlichen Welt vielfach kritisierten Great Firewall of China. Denn die Schutzmechanismen sollen nicht etwa auf Rechnern in Schulen, öffentlichen Einrichtungen oder zu Hause eingerichtet werden. Stattdessen verpflichtet die Regierung die Internetprovider, auf ihren Systemen Filter zu installieren. Auf diese Weise soll vor allem der Zugang zu ausländischen Websites mit ungeeigneten Inhalten gesperrt werden. Die Regierung will den Providern Listen mit entsprechenden Angeboten zukommen lassen. Das allerdings erinnert stark an das Vorgehen der chinesischen Behörden gegen Internetinhalte, die ihnen als nicht angemessen erscheinen.

Diesen Vorwurf lässt der zuständige Minister Stephen Conroy jedoch nicht gelten: "Wenn Menschen Meinungsfreiheit mit dem Betrachten von Kinderpornografie gleichsetzen, dann ist die Labor-Regierung damit nicht einverstanden." Immerhin: Einen Vorteil haben die erwachsenen australischen Surfer gegenüber den chinesischen Surfern, wenn die neuen Regeln am 20. Januar 2008 in Kraft treten: Die Australier können zumindest den ungehinderten Zugang zu Erwachsenen-Angeboten beantragen.

Die neuen Jugendschutzregeln definieren, welche Inhalte Jugendliche ab 15 und welche sie erst ab 18 Jahren über das Internet, über Mobilfunknetz oder per SMS abrufen dürfen. So will die Regierung dafür sorgen, dass der Nachwuchs nur Zugriff auf familienfreundliche Websites hat. Allerdings haben sich Jugendliche in der Vergangenheit als sehr geschickt erwiesen, wenn es darum ging, Filtersoftware auszuhebeln.

Die Idee zu den Maßnahmen hatte die australische Labor-Partei bereits, als sie noch auf der Oppositionsbank saß. Ihre konservative Vorgängerin jedoch lehnte die australische Firewall ab. Allerdings nicht aus moralischen Gründen, sondern wegen technischer Bedenken: Sie fürchtete, die Filter würden das Surfen zu sehr verlangsamen.


eye home zur Startseite
... --- ... 07. Dez 2009

Wäre er kein Kind, müßte er die Eltern nicht fragen.

das felix 03. Jan 2008

Naja das ist doch kein Werteverfall, sondern einer der vielen Schritte in Richtung...

rower91 03. Jan 2008

Die Firewall soll vor dem gesamten australischen Netz eingerichtet werden. Folglich wären...

iMohn 03. Jan 2008

Müsste es nicht heißen "Da guckste Schäuble! Die Aussies sind dir eine Radlänge voraus...

the_spacewürm 03. Jan 2008

Was machen die an Karneval? Müssen die Jecken sich da erst abschminken/demaskieren? Oder...


DOBSZAY's Ansichten und Einsichten / 08. Jan 2008

International Privacy Ranking 2007 - Zunehmende Überwachung durch den Staat



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, München
  2. Mainzer Stadtwerke AG, Mainz
  3. Fachhochschule Südwestfalen, Iserlohn
  4. Daimler AG, Germersheim


Anzeige
Top-Angebote
  1. 99,90€ statt 149,90€
  2. und Destiny 2 gratis erhalten
  3. 9,49€ + Versandkosten (Steam Link einzeln kostet sonst 54,99€ und das Spiel regulär 11,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller

  2. Gesundheitskarte

    T-Systems will Konnektor bald ausliefern

  3. Galaxy Tab Active 2

    Samsungs neues Ruggedized-Tablet kommt mit S-Pen

  4. Jaxa

    Japanische Forscher finden riesige Höhle im Mond

  5. Deep Descent

    Aquanox lädt in Tiefsee-Beta

  6. Android-Apps

    Google belohnt Fehlersuche im Play Store

  7. Depublizierung

    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

  8. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  9. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  10. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

APFS in High Sierra 10.13 im Test: Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
APFS in High Sierra 10.13 im Test
Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
  1. MacOS 10.13 Apple gibt High Sierra frei
  2. MacOS 10.13 High Sierra Wer eine SSD hat, muss auf APFS umstellen

Elex im Test: Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern
Elex im Test
Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern

  1. Re: Bezugsquellen Ubuntu Version?

    EvilDragon | 23:55

  2. Re: Katastrophale UX

    quark2017 | 23:53

  3. Hintergrund des Spiel: Kritik an Künstlicher...

    DeeMike | 23:47

  4. Noch viel Arbeit (an der Gnome Shell)

    quark2017 | 23:46

  5. Re: Leistung fürs Geld oder gar dauerhaft...

    lear | 23:41


  1. 22:38

  2. 18:00

  3. 17:47

  4. 16:54

  5. 16:10

  6. 15:50

  7. 15:05

  8. 14:37


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel