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US-Regierung prüft 3Com-Kauf

Bedenken wegen nationaler Sicherheit

Es ist ein heikles Geschäft: Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei will eine Minderheitsbeteiligung an 3Com erwerben. Der amerikanische Netzwerkausrüster liefert jedoch Sicherheitstechnik an das US-Verteidigungsministerium - das Ministerium, das im Jahr 2007 das chinesische Militär beschuldigte, seine Rechner gehackt zu haben. Der zuständige Ausschuss will den Kauf sehr genau prüfen und hat angekündigt, die Prüffrist deutlich zu verlängern.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) will den Einstieg des chinesischen Unternehmens Huawei beim amerikanischen Netzwerkausrüster 3Com genau prüfen, berichtet die Tageszeitung Financial Times (FT). Nun will das Komitee nach dem Bericht der FT die Prüffrist sogar um 45 Tage verlängern. Normalerweise prüft das CFIUS eine Investition innerhalb von 30 Tagen. Dass die Frist verlängert wird, kommt nur selten vor.

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Huawei hatte im Sommer 2007 3Com zusammen mit dem amerikanischen Investment-Unternehmen Bain Capital gekauft. Bain sollte dabei 83,5 Prozent, Huawei die restlichen 16,5 Prozent übernehmen. Seit Anfang Dezember 2007 beschäftigt sich CFIUS mit dem Kauf. Der Ausschuss prüft die Belange der nationalen Sicherheit bei Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen in den USA und kann diese auch unterbinden.

Grund für die genaue Prüfung ist, dass das amerikanische Verteidigungsministerium Kunde von 3Com ist. 3Com liefert unter anderem das System, das die Computer des Pentagon gegen Angriffe von außen sichert. Eine heikle Angelegenheit, beschuldigten doch die USA im vergangenen Jahr 2007 das chinesische Militär, in die Rechner des US-Verteidigungsministeriums eingebrochen zu sein. Mehrere republikanische Abgeordnete haben das CFIUS bereits aufgerufen, das Geschäft nicht zu billigen. Der Kaufpreis für 3Com wird mit 2,2 Milliarden US-Dollar beziffert.

Der in Hongkongs Nachbarstadt Shenzhen ansässige Telekommunikationsausrüster Huawei hat 62.000 Mitarbeiter und gehört laut der Forbes-Rangliste zu den angesehensten Telekommunikationsunternehmen der Welt. Zu den Kunden gehören unter anderem British Telecom, Telecom Italia, Telefonica, France Telekom und die Deutsche Telekom.

Für chinesische Unternehmen wird der Einstieg in sensible Branchen der amerikanischen Wirtschaft schwieriger. Anfang 2005 unterzogen die amerikanischen Behörden den Kauf der PC-Sparte von IBM durch den chinesischen Hardware-Hersteller Lenovo einer genauen Prüfung. Auch dabei waren Sicherheitsbedenken der Grund. Wenige Monate später war der Versuch des chinesischen Mineralölunternehmens Chinese National Offshore Oil Corporation (CNOOC), den amerikanischen Konkurrenten Unocal zu kaufen, Anlass für politische Spannungen zwischen China und den USA. Auf Druck der chinesischen Regierung zog CNOOC das Kaufangebot zurück.



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WinamperTheSecond 28. Feb 2008

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