Spieletest: Tabula Rasa - Online-Spiel vom Ultima-Erfinder

Tabula Rasa (PC)
Tabula Rasa (PC)
Zumindest was den Kampf angeht, kann Tabula Rasa aus der Masse der MMO-Titel herausstechen, da es mit Ausnahme einer einzelnen Unterklasse kaum zu Nahkampf-Situationen kommt und so eher einem Shooter als einem klassischen Rollenspiel gleicht. Kommt es zum Kampf, wird das Fadenkreuz der gewählten Waffe grob in die Richtung des Gegners gehalten und mittels linker Maustaste abgedrückt. Je nachdem, ob es sich dabei um eine Waffe mit Streuwirkung handelt oder nicht, werden dabei ein oder gleich mehrere Gegner getroffen. Da es keine automatische Ziel- und Kampfhilfe gibt, muss jede Aktion des Charakters manuell ausgeführt werden. Längere Shoot-Out-Situationen, wie beispielsweise in World of Warcraft, in denen man nur auf den Gegner klicken musste und schon rennt der eigene Charakter los und haut bzw. sticht auf Gegner ein, sind daher bei Tabula Rasa nicht möglich.

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Tabula Rasa (PC)
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Eine interessante Entscheidung seitens NCSoft betrifft die Anzahl der für Tabula Rasa zur Verfügung gestellten Server: Es sind derer vier. Drei für die USA, einer für Europa. Dies führt dazu, dass auf dem europäischen Server fast alle lebendigen Sprachen Europas wieder zu finden sind, was im Chat einerseits zu einem heillosen Durcheinander, andererseits zur raschen Auffrischung der eigenen Fremdsprachenkenntnis führt. Habla you francaise, mein Herr?

Tabula Rasa (PC)
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Wirklich innovativ und vorbildlich hingegen ist die Idee mit den bis zu zehn Parallel-Welten innerhalb einer Region. Eine für Online-Rollenspieler bekannte Situation: Man sucht einen bestimmten Gegner, doch der wird ständig von anderen Spielern belagert. Dank der Parallel-Welten teleportiert man sich in eine exakte Kopie der Karte, nur mit dem Unterschied, dass hier andere und höchstwahrscheinlich auch weniger Spieler anzutreffen sind. Da der Chat alle Welten zusammenfasst, müssen Spieler auch nicht befürchten, durch einen Wechsel der Welt die Chance auf eine Gruppenbildung für einen Instanz-Gang zu minimieren.

Das Windows-Spiel "Richard Garriott's Tabula Rasa" startete offiziell am 2. November 2007, Vorbesteller durften bereits ab 30. Oktober 2007 auf die Server. Wer das Online-Rollenspiel im Handel oder als Download erwirbt, erhält einen Monat Zugang zum Spiel. Für jeden weiteren Monat muss eine Abonnementgebühr von 12,99 Euro gezahlt werden.

Fazit:
Viel wurde über Tabula Rasa gesprochen, viel versprochen - und letztlich etliches verbrochen. Allein die Tatsache, dass es kein ordentliches Crafting-System gibt, lässt Tabula Rasa für Langzeitspieler rasch uninteressant werden, da es neben der schnöden Monsterhatz keine Aufgaben gibt, die das Spiel auf längere Sicht spielenswert machen. Auch wird der schiere Überlauf auf dem einzigen europäischen Server dank etlicher auftretender Serverlags und des Sprachwirrwarr eher abschrecken. Sollten diese Schwachpunkte nicht zeitnah aus der Welt geschaffen werden, könnte Tabula Rasa trotz des eher ungewöhnlichen Settings und des Richard-Garriott-Prominenten-Bonus in der Bedeutungslosigkeit versinken. [von Ulli Kunz]

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Edomir 19. Feb 2008

Ich würde von euch sicherlich auch als Casual Gamer bezeichnet werden weil ich einfach...

TTX 27. Dez 2007

EVE hab ich auch mal angeschaut... konnt mich aber nicht reinfinden, die menüs waren mir...

Knux 26. Dez 2007

Nun ja, aus rollenspielerischer Sicht ist es viel spannender, seinen Charakter nur durch...

merc 25. Dez 2007

Und? Ist ein privates Forum und keineswegs das offizielle.

Marco99 25. Dez 2007

... das hat Anarchy Online schon seit Jahren. Sorgt auf der Noob-Insel z.B. immer wieder...



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