• IT-Karriere:
  • Services:

Samba erhält Protokollinformationen von Microsoft

Abkommen mit Microsoft nach Urteil des Europäischen Gerichtshofs

Die Protocol Freedom Information Foundation hat stellvertretend für das Samba-Projekt einen Vertrag mit Microsoft unterzeichnet, um die Spezifikationen des SMB-Protokolls zu erhalten. Dafür wird eine einmalige Summe von 10.000 Euro gezahlt. Dass Microsoft Schnittstellen im Gegenzug für diese Gebühr offen legen muss, hatte der Europäische Gerichtshof im September 2007 entschieden.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Die als Unterorganisation des Software Freedom Law Center gegründete Protocol Freedom Information Foundation (PFIF) hat das notwendige Abkommen mit Microsoft geschlossen, um nun die gesamten Protokolldokumentationen zu erhalten, die das Samba-Team braucht, um seine Software vollständig kompatibel zu Windows-Arbeitsgruppenservern zu gestalten. Die PFIF wird Microsoft für die Dokumentation 10.000 Euro bezahlen und die Spezifikationen dann unter einer Vertraulichkeitsvereinbarung an die Samba-Entwickler übergeben.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Würzburg
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim

Zwar bleibt die Dokumentation an sich so unter Verschluss und nur der PFIF und Samba zugänglich, der Vertrag mit Microsoft soll aber erlauben, dass Implementierungen der Protokolle auch im Quelltext veröffentlicht werden. Mit anderen Worten: das Abkommen ist kompatibel zu der GPLv2 und GPLv3.

Microsoft wird den Samba-Entwicklern zudem eine Liste mit Patenten zur Verfügung stellen müssen, die die Server-Protokolle betreffen könnten. Während dies keine Patentlizenz mit einschließt, können die Samba-Programmierer anhand dieser Liste versuchen, bei ihrer Implementierung der Protokolle keine Patente zu verletzen. Microsoft wiederum kann nicht aufgrund von Patenten klagen, die nicht auf dieser Liste stehen. Ferner ist Microsoft verpflichtet, die Dokumentation auf dem aktuellen Stand zu halten und auch Fehlerkorrekturen an das Samba-Projekt weiterzureichen.

Die Europäische Kommission hatte 2004 ein Bußgeld gegen Microsoft verhängt und dem Unternehmen verschiedene Auflagen gemacht. Im September 2007 bestätigte der Europäische Gerichtshof das Urteil. Eine Auflage ist, dass Microsoft innerhalb von 120 Tagen nach dem Urteil Schnittstellen offen legen muss. Das Softwareunternehmen erklärte im Oktober 2007, den Forderungen nachkommen zu wollen. In diesem Zuge wurde auch die Gebühr für Spezifikationen auf 10.000 Euro abgesenkt. Eine Lizenz, die erlaubt, eventuell verwendete Patente zu nutzen, kostet hingegen 0,4 Prozent anstatt 5,95 Prozent des weltweiten Umsatzes, der mit dem Produkt, in dem die Patente genutzt werden, erzielt wird. Wie dies in Bezug auf freie Software funktionieren soll, ist unklar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 34,99€/49,99€ (mit/ohne Spezialangebote)
  2. (u. a. Acer KG241P 144-Hz-Monitor für 159€)
  3. (aktuell u. a. Mushkin Pilot-E 2 TB für 219,90€ + Versand)
  4. (u. a. GTA 5 - Premium Online Edition für 12,99€ und Devil May Cry 5 für 20,99€)

Tach 25. Dez 2007

Ich meinte das mounten übers Netzwerk. Das ist bei Windoze nicht zuverlässig. Und unter...

Ford Prefect 21. Dez 2007

Software ist nicht mehr wirklich frei, wenn jeder Nutzer/Distributor plötzlich...

MacPro8Core 21. Dez 2007

Wie kommst Du denn dadrauf? Wenn man mal dahinter gestiegen ist und die Zusammenhänge...

Linux_Kenner 21. Dez 2007

Mir ist absolut nicht klar, wie das mit 0,4 % gemeint sein soll. Samba ist ja eine Non...

Tappete 21. Dez 2007

Ololololll Roflcopt0r, isch hax0r disch weg, Bäm! I hacked 127.0.0.1!!!111 Linux 4tw...


Folgen Sie uns
       


Amazons FireTV Cube mit Sprachsteuerung - Test

Der Fire TV Cube ist mehr als ein Fire-TV-Modell. Er kann auf Zuruf gesteuert werden und wir zeigen im Video, wie gut das gelöst ist.

Amazons FireTV Cube mit Sprachsteuerung - Test Video aufrufen
In eigener Sache: Aktiv werden für Golem.de
In eigener Sache
Aktiv werden für Golem.de

Keine Werbung, kein unerwünschtes Tracking - kein Problem! Wer Golem.de-Inhalte pur nutzen möchte, hat neben dem Abo Golem pur jetzt eine weitere Möglichkeit, Golem.de zu unterstützen.

  1. Golem Akademie Von wegen rechtsfreier Raum!
  2. In eigener Sache Wie sich Unternehmen und Behörden für ITler attraktiv machen
  3. In eigener Sache Unser Kubernetes-Workshop kommt auf Touren

Social Engineering: Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung
Social Engineering
"Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung"

Prävention reicht nicht gegen Social Engineering und die derzeitigen Trainings sind nutzlos, sagt der Sophos-Sicherheitsexperte Chester Wisniewski. Seine Lösung: Mitarbeiter je nach Bedrohungslevel schulen - und so schneller sein als die Kriminellen.
Ein Interview von Moritz Tremmel

  1. Social Engineering Mit künstlicher Intelligenz 220.000 Euro erbeutet
  2. Social Engineering Die unterschätzte Gefahr

Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test: Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen
Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test
Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen

Was passiert, wenn ein 13-Zoll-Notebook ein 15-Zoll-Panel erhält? Es entsteht der Surface Laptop 3. Er ist leicht, sehr gut verarbeitet und hat eine exzellente Tastatur. Das bereitet aber nur Freude, wenn wir die wenigen Anschlüsse und den recht kleinen Akku verkraften können.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Surface Laptop 3 mit 15 Zoll Microsoft könnte achtkernigen Ryzen verbauen

    •  /