Hybrid-Crossfire - Schübchen für Low-End-Systeme

Billig-Grafikkarte soll Onboard-Grafik auf die Beine helfen

Mit dem Einbau einer Grafikkarte lässt sich ein PC mit Onboard-Grafik in der Regel nachträglich noch so aufwerten, dass er auch für aufwendige 3D-Spiele geeignet ist. Mit Low-End-Grafikkarten ist das jedoch nicht zu erzielen, weswegen ATI nun Onboard-Grafik und eine zusätzlich eingesteckte Billig-Grafikkarte gemeinsam die Grafik berechnen lassen will. Das nennt sich dann "Hybrid-Crossfire".

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Zur Steigerung der Grafikleistung von Desktop-PCs und Notebooks können bereits seit längerem Grafikchips auch im Gespann betrieben werden. Bei ATI/AMD heißt die Technik Crossfire, beim Konkurrenten Nvidia ist es SLI - und bei beiden ist sie eher dazu gedacht, zwei Grafikkarten mit identischer Leistung zu koppeln, auch wenn ATI bei der X1000er-Serie im beschränkten Rahmen gemischte Gespanne erlaubt.

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Da Onboard-Grafik und dedizierte Grafikchips bei der Leistung jedoch weit auseinander liegen können, ist es schwierig, die Arbeit zwischen beiden aufzuteilen. AMD will das Problem nun wenigstens zum Teil gelöst haben und ab Anfang 2008 mit Hybrid-Crossfire aufwarten. AMD Deutschland wollte zwar noch nichts weiter dazu sagen, außer dass voraussichtlich ab Januar 2008 die Treiber zur Verfügung stünden, dafür konnte aber die Hardware-Website PC Perspective bereits einen Blick auf ein entsprechendes AMD-Testsystem werfen.

Laut PC Perspective basierte der Rechner auf einem Mainboard mit RS780-Chipsatz, in dessen Northbridge ein R600-basierter und damit Direct-X10-fähiger integrierter Grafikprozessor (IGP) sitzt. Bei der Grafikleistung soll die Onboard-Grafik des RS780 AMD zufolge etwa viermal schneller als der im AMD690G-Chipsatz sein. Das gilt aber vermutlich nur, wenn Hersteller auch die Möglichkeit nutzen, dem RS780 einen 16 bis 128 MByte großen lokalen Framebuffer zu spendieren - zudem soll es RS780-Versionen mit unterschiedlicher Leistung geben. Im Testsystem steckten auch ein 2,2-GHz-Phenom-Prozessor von AMD, der sich die 2 GByte DDR2-Speicher mit der Onboard-Grafik teilen musste.

Für die Nutzung von Hybrid-Crossfire steckte zusätzlich eine DirectX-10-fähige Grafikkarte mit dem noch nicht angekündigten HD Radeon 3450 (RV620) mit eigenen 256 MByte Grafikspeicher in einem PCI-Express-Steckplatz des Testrechners. Preislich sollen derartige Grafikkarten etwa bei 50 US-Dollar liegen, also eine günstige Aufrüstung von Einsteiger-PCs ermöglichen - bei Hybrid-Crossfire mit IGP und GPU geht es also vor allem darum, für vergleichsweise wenig Geld mehr Leistung aus einem bestehenden PC herauszukitzeln.

Bei der gezeigten Konfiguration verfügten sowohl der RS780-IGP als auch die HD Radeon 3450 über die gleiche Zahl an Shader-Einheiten. Da unterschiedliche RS780-, RV610- und RV620-Konfigurationen angeboten werden, soll bei der Hybrid-Crossfire-Leistung jeweils die langsamste eingebaute Grafiklösung der limitierende Faktor sein und durch die eingesteckte Grafikkarte auf maximal das Doppelte gesteigert werden können. Eine Grafikkarte, die ein Vielfaches schneller ist, würde hingegen in Verbindung mit Hybrid-Crossfire ausgebremst werden und sollte deshalb wohl eher alleine rechnen - und die Onboard-Grafik entweder gar nicht oder für einen zweiten Monitor nutzen.

PC Perspective konnte einige von AMD vorinstallierte Spiele wie Call of Duty 4 (CoD4) und Unreal Tournament 3 (UT3) mit und ohne aktiviertem Hybrid-Crossfire testen. Während CoD4 bei 1.024 x 768 Bildpunkten - heutzutage sind eigentlich 1.280 x 1.024 Bildpunkte Standard - mit dem RS780 bei 30 bis 35 Bildern pro Sekunde schwankte, soll die zugeschaltete RV620-GPU diesen Wert auf etwa 55 Bilder pro Sekunde gesteigert haben. Bei UT3 sei der Leistungssprung ähnlich gewesen, zumindest wenn eine weniger CPU-limitierte Map zum Einsatz kam. Sowohl Auflösung als auch Qualitätsstufe der Grafikausgabe dürften dabei nicht dem entsprechen, was sich anspruchsvolle Spielefans versprechen. Es geht allerdings auch eher um eine günstige Aufrüstmöglichkeit, nicht um ein Hochleistungsspielesystem.

Der kommende Crossfire-Treiber mit Hybrid-Unterstützung soll auch die Crossfire-Nutzung mit mehr als einem Monitor erlauben. Zudem plane AMD, die Ausgabe der Grafikkarte bei künftigen Crossfire-Generationen in Zukunft auch durch den IGP und letztlich dessen Videoausgang schleusen zu können - und wenn die höhere GPU-Leistung der stromfressenderen Grafikkarte nicht benötigt wird, schaltet sie sich ab.

Auch Nvidia soll an einer Hybrid-SLI-Version arbeiten.

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Hundings... 19. Dez 2007

Die wollen doch nur gekauft werden, die Hochstapler.

Autobanabbringer 17. Dez 2007

Würde bei großem Display und unter Vista anders aussehn.

dflt 15. Dez 2007

Seit wann nutzt Photoshop denn die GPU um die Effekte zu berechnen? Wäre mir neu. AFAIK...

spacy 14. Dez 2007

Szenario: Sparsame Person kauft sich einen billigst-PC zum Arbeiten, entdeckt nach...

spacy 14. Dez 2007

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