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Xiph.org wehrt sich gegen Kritik an Ogg Theora

MPEG-Codecs haben mindestens die gleichen Probleme. In die Diskussion um die Verankerung von Videofunktionen in HTML 5 mischt sich nun auch die Xiph.org-Foundation ein, die hinter den freien Codecs Ogg Vorbis und Ogg Theora steht. Zuvor hatte sich unter anderem Nokia explizit gegen die Aufnahme von Ogg Theora als festen Bestandteil von HTML 5 ausgesprochen.
/ Jens Ihlenfeld
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Nokia führte vor allem Patentrisiken im Zusammenhang mit Ogg-Theora an. Dabei geht es vor allem um so genannte U-Boot-Patente, deren Inhaber sich erst zu Wort melden, wenn ein großes finanzkräftiges Unternehmen eine Technik aufgreift. Aus dem Diskussionsentwurf der HTML-5-Spezifikation wurde Ogg Theora gestrichen, die Frage, ob und welcher Codec hier aber ggf. als Minimalanforderung festgeschrieben wird, ist noch offen.

Ogg Theora basiert auf dem einst proprietären Codec VP3 von On2, wird heute aber von der Xiph.org-Foundation entwickelt, der von On2 dazu unwiderrufliche Lizenzen zur Nutzung der entsprechenden Patente eingeräumt wurden.

Gegen diese Argumentation stellt sich Christopher Montgomery, Direktor von Xiph.org. Es seien keine Patente bekannt, gegen die die Ogg-Codecs verstoßen und die Technik sei schon heute millionenfach im Einsatz und werde auch von großen Unternehmen wie Samsung und Microsoft verwendet. Zudem sei die Technik erprobt und weniger aufwendig als manche Alternative.

Anders sehe es bei dem von Nokia favorisierten MPEG-Codec H.264 aus: Hier habe es in der Vergangenheit einige rechtliche Auseinandersetzung gegeben und auch MPEG LA, die entsprechende Patente lizenziert, warnt, dass es möglicherweise andere Patente gebe, die nicht unter ihre Lizenzen fallen.

Der große Vorteil der Ogg-Codecs besteht darin, dass sie frei und ohne Lizenzgebühren verfügbar sind, weder für die Implementierung noch für die Nutzung von Patenten.


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