• IT-Karriere:
  • Services:

Anschlusswechsel verzögert: Telekom drohen Strafen (Update)

Bundesnetzagentur prüft Vertragsstrafen bei ungerechtfertigten Verzögerungen

Ende November 2007 wurde der Vorwurf bekannt, die Deutsche Telekom würde Wettbewerber behindern, weil der Ex-Monopolist die Umstellung von Telefonanschlüssen bewusst verzögere. Nun erwägt die Bundesnetzagentur Vertragsstrafen, falls ungerechtfertigte Verzögerungen in solchen Fällen auftreten.

Artikel veröffentlicht am ,

Gegenüber der Tageszeitung Rheinische Post erklärte Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur: "Wir denken darüber nach, bei nicht gerechtfertigten Verzögerungen beim Wechsel des Anbieters Vertragsstrafen gegen die Telekom zu verhängen." Die Bundesnetzagentur wolle ferner prüfen, ob das bisherige Standardangebot noch ausreichend ist, welches die Telekom ihren Wettbewerbern beim Anschlusswechsel machen muss. Damit reagiert Kurth auf die jüngst erhobenen Vorwürfe der gezielten Verschleppung, wenn Festnetzkunden den Anbieter wechseln.

Stellenmarkt
  1. AKKA, Nürnberg, Neutraubling
  2. Dataport, verschiedene Einsatzorte

Angeblich verzögert die Telekom die Umstellung von Telefonanschlüssen absichtlich, um die Konkurrenz auszubremsen. Eine solche Umstellung dauere inzwischen bis zu drei Monate, während der Zugang zur letzten Meile früher innerhalb weniger Tage abgewickelt war. Die Telekom weist die Vorwürfe zurück. "Die Bereitstellung von vereinbarten Kontingenten halten wir innerhalb von sieben Tagen ein", versicherte ein Telekom-Sprecher. Problematisch scheint es immer dann zu werden, wenn ein Konkurrent mehr Anschlüsse braucht, als bei der Kapazitätsplanung eingebucht war.

Die Deutsche Telekom muss nach dem Telekommunikationsgesetz den Wettbewerbern für die letze Meile zum Kunden eine Teilnehmeranschlussleitung zur Verfügung stellen. Den Preis für die Überlassung des Anschlusses setzt die Bundesnetzagentur fest.

Nach Angaben der Rheinischen Post wechseln monatlich etwa 300.000 Festnetzkunden ihren Anbieter. Inzwischen versorgen die Telekom-Konkurrenten nach Aussage der Bundesnetzagentur bereits mehr als 7 Millionen Anschlüsse. Insgesamt sind in Deutschland rund 38 Millionen Telefonanschlüsse vorhanden. Damit halten die Konkurrenten derzeit einen Marktanteil von knapp 19 Prozent.

Nachtrag vom 13. Dezember 2007 um 12:10 Uhr:
Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, will Telefónica am 14. Dezember 2007 bei der Bundesnetzagentur eine Beschwerde gegen das Gebaren der Deutschen Telekom einreichen. Johannes Pruchnow, Chef von Telefónica Deutschland, sagte: Wir werden am Freitag bei der Bundesnetzagentur einen Antrag auf Eröffnung eines Missbrauchsverfahrens gegen die Deutsche Telekom einreichen." Die Telefónica sehe sich von der Deutschen Telekom behindert, weil der Ex-Monopolist die Freischaltung der letzten Meile verzögere. Auf das Telefónica-Netz greifen unter anderem O2, Freenet, 1&1 sowie HanseNet/Alice zurück. Arcor hatte bereits eine entsprechende Beschwerde eingereicht.

Nachtrag vom 13. Dezember 2007 um 15:45 Uhr:
Unter Berufung auf eine Umfrage unter den größten deutschen Telekommunikationsanbietern berichtet der VATM, dass 100.000 DSL-Nutzer derzeit auf ihren Anschluss warten würden. Der VATM fordert die Bundesnetzagentur zum Einschreiten auf. Die Regulierungsbehörde soll die Telekom unverzüglich zu einer schnellen Bereitstellung der Teilnehmeranschlussleitungen verpflichten. "Die Tatsache, dass die Telekom bei ihren eigenen Kunden die Umschaltung innerhalb weniger Tage vornimmt, belegt dabei, dass es sich nicht um prozessbedingte Verzögerungen handelt, sondern um Diskriminierung auf breiter Front", meint VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.

Grützner befürchtet dabei gleich einen doppelten Schaden für die Wettbewerber der Telekom, "wenn die Telekom während der Wartezeit auch noch versucht, den Kunden zurückzugewinnen und ihm ihre Call & Surf-Produkte mit zweijähriger Vertragslaufzeit unterzujubeln". Der anhaltende DSL-Boom selbst ist nach Ansicht des VATM nicht der Grund für die langen Wartezeiten: "Unsere Mitgliedsunternehmen sind seit vielen Monaten, in manchen Fällen sogar seit Jahren mit der Telekom im Gespräch, um höhere Bereitstellungsmengen bei der Teilnehmeranschlussleitung zu erhalten".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 519€ statt 553,30€ im Vergleich
  2. (aktuell u. a. Hasbro Nerf Laser Ops für 21,99€, HP X27i Gaming-Monitor 339€, AK Racing Gaming...
  3. (aktuell u. a. Blade Hawks RGB Gaming-Mauspad für 20,90€, Vooe Powerbank 26.800 mAh für 21...
  4. (u. a. Samsung UE65RU8009UXZG für 677€, Huawei Medipad T5 für 159€, Lenovo Idealpad L340 für...

Stümper (wenn... 02. Mär 2008

....^- und genau da liegt der Hund begaben.... Wenn die nicht mal ihre eigenen Leute...

Youssarian 19. Dez 2007

Das ist undifferenziert. Natürlich bestehen Unterschiede zwischen einem exklusiven und...

UTHER 17. Dez 2007

Beruflich abhängig? Mit "Privatkundenanschlüssen" sollte man sich nicht beruflich...

Youssarian 15. Dez 2007

Ich bin dafür, Dampfplauderer zu zerschlagen.

sinus 14. Dez 2007

Wir beide Ihr habt DSL 1600? Bravo! Also erhaltet ihr fast die doppelte Leistung...


Folgen Sie uns
       


Cirrus7 Incus A300 - Test

Wir testen den Incus A300 von Cirrus7, einen passiv gekühlten Mini-PC für AMDs Ryzen 2000G/3000G.

Cirrus7 Incus A300 - Test Video aufrufen
Alternatives Android im Test: /e/ will Google ersetzen
Alternatives Android im Test
/e/ will Google ersetzen

Wie Google, nur mit Privatsphäre - /e/ verbindet ein alternatives Android mit Cloudfunktionen und einer Suchmaschine.
Ein Test von Moritz Tremmel


    Buglas: Corona-Pandemie zeigt Notwendigkeit der Glasfaser
    Buglas
    Corona-Pandemie zeigt Notwendigkeit der Glasfaser

    Mehr Datenupload und Zunahme der Sprachtelefonie bringe die Netze unter Druck. FTTB/H-Betreiber bleiben gelassen.
    Eine Exklusivmeldung von Achim Sawall

    1. Coronavirus Österreich diskutiert verpflichtendes Tracking
    2. Coronavirus Funktion zur Netflix-Drosselung war längst geplant
    3. Coronakrise China will Elektroautoquote vorübergehend lockern

    CPU-Fertigung: Intel hat ein Netburst-Déjà-vu
    CPU-Fertigung
    Intel hat ein Netburst-Déjà-vu

    Über Jahre hinweg Takt und Kerne ans Limit treiben - das wurde Intel einst schon beim Pentium 4 zum Verhängnis.
    Eine Analyse von Marc Sauter

    1. Maxlinear Intel verkauft Konzernbereich
    2. Comet Lake H Intel geht den 5-GHz-Weg
    3. Security Das Intel-ME-Chaos kommt

      •  /