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RIAA bezeichnet MP3s von gekauften CDs als "unautorisiert"

Prozess um 54 Dateien in den USA

In einem in den USA kritisch beobachteten Prozess um mögliche Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing von MP3-Dateien hat der Verband der US-Musikindustrie (RIAA) nun schon das Erstellen von MP3s als fragwürdig bezeichnet. Die RIAA versucht damit der Nachweispflicht für eine tatsächliche Verbreitung durch den Beklagten auszuweichen.

Artikel veröffentlicht am ,

In dem Prozess, der als "Atlantic vs. Howell" bekannt ist, klagt das US-Label Atlantic gegen ein Paar aus Arizona, das Musikunternehmen wird dabei von der Musikindustrie-Lobby "Recording Industry Association of America" (RIAA) unterstützt. Den Howells wird vorgeworfen, ganze 54 Musikstücke, darunter Material von Atlantic, über das P2P-Netzwerk Kazaa verteilt zu haben. Den Beweis dafür blieb die RIAA bisher jedoch in einem Verfahren mit vielen gegensätzlichen Anträgen der Kläger schuldig. Der US-Anwalt Ray Beckerman dokumentiert den Prozess auf der Webseite Recording Industry vs. The People.

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Der jüngste Antrag der RIAA, der auf der Website "Internet Law & Regulation" als PDF vorliegt, stellt nun das Konvertieren von gekauften CDs in MP3-Dateien grundsätzlich in Frage. Die Howells hatten bereits erklärt, sie hätten in der Tat von ihren CDs MP3s erstellt und diese seien im Ordner "Shared" des Kazaa-Programms abgelegt worden. Die RIAA unterstellt den Beklagten nicht nur durch den Ort der Speicherung die Absicht der Verbreitung, sondern sieht die Rechte der Inhaltsanbieter schon durch das Konvertieren verletzt. In ihrem Antrag heißt es auf Seite 15:

"Seit dem Moment, in dem der Beklagte die Aufnahmen des Klägers in das komprimierte MP3-Format konvertiert hatte und sie sich in seinem Shared-Ordner befanden, sind sie nicht mehr die autorisierten Kopien, die vom Kläger verbreitet werden."

Die RIAA fordert für jedes der 54 Musikstücke Schadensersatz von 750,- US-Dollar, insgesamt also 40.500,- US-Dollar.

Anwalt Ray Beckerman wertet diese Argumentation als einen Angriff auf die Privatkopie, die auch in den USA geduldet wird. Wenn der Richter den Einwänden der RIAA folgt, hätte dies weitreichende Konsequenzen, weil selbst weit verbreitete Software, mit der digitale Musik legal gekauft werde, wie etwa iTunes, das Erstellen von komprimierten Dateien von eigenen CDs erlaubt. Das Verfahren wird fortgesetzt.

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Nichtjammerer 28. Okt 2009

Meeeeensch, anstrengend. Wenn Du nicht gut genug bist, den grossen Plattenvertrag...

Smile Smile :-) 13. Dez 2007

Mund zu Lesbe!

Hélen 13. Dez 2007

Tja, so sind die. Das ganze Sortiment eines Radiosenders paßt heute bequem auf einen X5...

Mittwoch 13. Dez 2007

Egal ob Share Ordner oder nicht. Die MI will Schadenersatz also muss sie den Schaden...

fkct ecuh! 12. Dez 2007

Fragwürdig finde ich nur verlustbehaftete Kompression. AIFF, WAV, FLAC. Besser so? Mit...


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