Arcor soll nun auch Google sperren

Vorwurf: Google verbreitet pornografische Inhalte

Arcor soll seinen Nutzern den Zugriff auf Google sperren. Darauf drängt die Huch Medien GmbH und hat beim Landgericht Frankfurt am Main eine entsprechende einstweilige Verfügung beantragt. Allerdings versteht sich die Aktion eher als Protest: "Das Gericht soll sagen, ob die Welt am deutschen Wesen genesen soll". Das gleiche Gericht hatte im Fall YouPorn eine vergleichbare einstweilige Verfügung gegen Arcor erlassen.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Huch Medien GmbH betreibt selbst ein pornografisches Internetangebot und stört sich daran, dass über google.de und google.com der Zugriff auf pornografische Schriften ohne jegliche Zugangsbeschränkung sowie sogar auf tierpornografische Inhalte möglich sei. Entsprechende Bilder würden bei der Bildersuche direkt auf Googles Webseiten angezeigt, heißt es in dem Golem.de vorliegenden Antrag. Dabei dränge sich der "Verdacht systematisch begangener schwerer Straftaten auf den Webseiten www.google.de und www.google.com" auf.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter (w/m/d) für MS Windows in der Anwendungsbetreuung
    VRG IT GmbH', Oldenburg
  2. SAP Junior Business Consultant - Treasury und Darlehen (m/w/d)
    Allianz Technology SE, Unterföhring
Detailsuche

Huch Medien habe Arcor aufgefordert, die Websites von Google zu sperren. Innerhalb der gesetzten Frist von einer Woche habe Arcor das nicht umgesetzt, so dass Huch Medien am 28. November 2007 einen Antrag auf einstweilige Verfügung stellte. Die eigenen Chancen schätzt Tobias C. Huch, Geschäftsführer der Huch Medien GmbH, als gut ein, das Gericht müsse nur seiner eigenen Argumentation im Fall YouPorn folgen.

Im Oktober 2007 hatte die Firma Kirchberg Logistik eine einstweilige Verfügung gegen Arcor erwirkt, durch die der Internet-Provider verpflichtet wurde, den Zugang auf YouPorn zu blockieren. Damit wolle das in der Porno-Branche tätige in Deutschland sitzende Unternehmen den Zugang zu international tätigen Porno-Webseiten unterbinden. Huch Medien sehe den gestellten Antrag als Protestaktion, um auf die Absurdität dieses Vorgehens aufmerksam zu machen.

Anders als das Landgericht Frankfurt am Main hatte indes das Landgericht Kiel in einem ähnlichen Fall entschieden: Dabei sollte Kielnet den Zugriff auf das Angebot von YouPorn sperren: Nach Ansicht des Landgerichts Kiel halte Kielnet die betreffenden Seiten nicht auf ihrem Server zum Abruf bereit und sei somit nicht für den Inhalt verantwortlich. Die Dienstleistung des Providers sei inhaltsneutral, da er Kunden lediglich den Zugang ins Internet bereitstelle.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17./18.10.2022, Virtuell
  2. Airtable Grundlagen: virtueller Ein-Tages-Workshop
    31.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Huch Medien ist der §184c des Strafgesetzbuches (StGB) ("Verbreitung pornographischer Darbietungen durch Rundfunk, Medien- oder Teledienste") ein Dorn im Auge: "Einfache Pornografie ist nachweislich nicht jugendgefährdend und daher klage ich auch vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den §184c StGB". Vor dem Hintergrund deutscher Sperrungen "stehe es Deutschland nicht zu, China zu kritisieren. Man denke an das Glashaus und die Panzerfaust".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


georgh8 07. Jan 2008

Hi, ich hab eine Seite gefunden, auf der man sich ausführlich ünber Arcor und DSL...

steveolmo 19. Dez 2007

...und HUCH gleich dazu, immerhin betreiben die ja auch pornoseiten. was will dieser...

Hordak 14. Dez 2007

Wie frech ist das denn bitte,sowas kanns nur in deutschland geben.........

ständer 12. Dez 2007

Dann uss man wohl auch die ganzen Pornoheftsche im Supermarkt verbieten!



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Einsparverordnungen
So sollen Verwaltung, Bürger und Firmen Energie sparen

Reduzierte Raumtemperaturen und ungeheizte Swimmingpools: Die Regierung fordert eine "nationale Kraftanstrengung" wegen des Gasmangels.

Einsparverordnungen: So sollen Verwaltung, Bürger und Firmen Energie sparen
Artikel
  1. Bildverkleinern in C#: Eine Windows-App zur Verkleinerung von Bilddateien
    Bildverkleinern in C#
    Eine Windows-App zur Verkleinerung von Bilddateien

    Wir zeigen mit Visual Studio, wie Drag-&-Drop funktioniert, klären, ob unter Windows runde Fenster möglich sind, und prüfen, wie aufwendig eine mehrsprachige Bedienungsoberfläche ist (ziemlich).
    Eine Anleitung von Michael Bröde

  2. Web Components mit StencilJS: Mehr Klarheit im Frontend
    Web Components mit StencilJS
    Mehr Klarheit im Frontend

    Je mehr UI/UX in Anwendungen vorkommt, desto mehr Unordnung gibt es im Frontend. StencilJS zeigt, wie man verschiedene Frameworks mit Web Components zusammenbringt.
    Eine Anleitung von Martin Reinhardt

  3. Geheimgespräche: Apple wollte angeblich Anteil an Facebooks Werbeeinnahmen
    Geheimgespräche
    Apple wollte angeblich Anteil an Facebooks Werbeeinnahmen

    Apples höherer Datenschutz macht Facebook inzwischen das Leben schwer. Zuvor soll es geheime Gespräche über eine Umsatzbeteiligung gegeben haben.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG 38WN95C-W (UWQHD+, 144 Hz) 933,35€ • Sharkoon Light² 180 22,99€ • HyperX Cloud Flight 44€ • BenQ Mobiuz EX3410R 499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 5 5600X 169€, Intel Core i5-12400F 179€ und XFX RX 6800 XT 699€) • Weekend Sale bei Alternate (u. a. AKRacing Master PRO 353,99€) [Werbung]
    •  /