AMD entwickelt ersten 45-nm-Kern "Shanghai" in Indien
Bereits seit sechs Jahren ist AMD in Indien aktiv , das Forschungszentrum in Bangalore ist jedoch ein Neubau, nicht nur eine Erweiterung des bisherigen Gebäudes. Auch zukünftige Mitarbeiter sollen auf den rund 4.800 Quadratmetern Platz finden. Das neue Forschungszentrum soll für Entwicklungen von Halbleiter-Designs und Plattformen dienen.
Das aktuelle Projekt in Bangalore ist der Barcelona-Nachfolger Shanghai, ein Quad-Core-Prozessor mit K10-Architektur , der AMDs erstes Produkt in 45 Nanometern Strukturbreite sein wird. Shanghai wird nach den bisherigen Roadmaps für Mitte 2008 erwartet. Derzeit sind die Ingenieure laut AMD mit dem Testen des Designs und der Optimierung beschäftigt, ein "Tape-Out" - der erste Schritt zur Serienfertigung - hat offenbar noch nicht stattgefunden. Wie AMD jetzt mitteilte, waren die indischen Entwickler auch maßgeblich am Design des Barcelona-Kerns beteiligt.
Das bisherige Gebäude in Bangalore will AMD behalten, um dort die Verwaltung des Standorts und Marketing-Personal unterzubringen. Indien ist für den Halbleiter-Hersteller ein wichtiger Wachstumsmarkt, so ist in der Weltaufteilung von AMD aus der Region "EMEA" (Europa, Naher Osten und Afrika) die Region "EMEAI" geworden - mit einem "I" für Indien.