GNU PDF soll PDF-Unterstützung unter Linux verbessern
In der Linux-Welt gibt es verschiedene Programme, um PDF-Dateien anzuzeigen und zu bearbeiten. Dennoch lassen sich mit freier Software nicht alle PDF-Funktionen nutzen, die etwa mit dem Adobe Reader genutzt werden können. Hier will das GNU-PDF-Projekt ansetzen und eine Bibliothek schreiben, die das Dateiformat unterstützt und dann wiederum in anderen Applikationen – sei es Betrachtern oder Editoren – verwendet werden kann.
Gegenüber Linux.com(öffnet im neuen Fenster) erklärte Projektleiter José Marchesi, dass GNU PDF das Dokumentenformat genauso gut unterstützen soll wie Adobe Acrobat. Dazu müssen unter anderem interaktive Funktionen implementiert werden wie Formularunterstützung sowie JavaScript, um Formulareingaben überprüfen zu können. Aber auch eingebettete Elemente wie Sound sollen unterstützt werden. Da PDF abwärtskompatibel ist, lassen sich Dateien, die solche Komponenten enthalten, zwar öffnen, die fraglichen Elemente werden jedoch nicht angezeigt.
Das Ziel von GNU PDF ist daher, eine komplette Implementierung von PDF 1.7 zu schaffen, das als ISO-Standard veröffentlicht werden soll. Zum Rendern von Grafiken soll dabei die Grafikbibliothek Cairo verwendet werden, so dass diese Funktionen nicht erneut geschrieben werden müssen.
Doch auch die politische Motivation spielt eine Rolle, denn während die derzeit verfügbaren PDF-Implementierungen unter der GPLv2 lizenziert sind, soll GNU PDF als GPLv3-Software veröffentlicht werden.
Wenn die Bibliothek fertig ist, wollen die Entwickler ein Programm namens GNU Juggler schreiben, welches auf GNU PDF aufsetzt. Die FSF hat GNU PDF zu einem Projekt mit höchster Priorität(öffnet im neuen Fenster) erklärt und begonnen, Spenden zu sammeln, um die Arbeit voranzutreiben.
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