Chip-Markt: AMD fällt zurück, Boom bei Sony und Toshiba

Intel weiterhin größter Halbleiterhersteller der Welt

Die US-Marktforscher von iSuppli haben ihre jährliche Top-20-Liste der umsatzstärksten Halbleiter-Hersteller nun für das Jahr 2007 vorgelegt. Darin rutscht AMD mit herben Umsatzverlusten aus den Top 10, die Intel mit leichtem Wachstum beim Marktanteil anführt. Die größten Zuwächse konnten Sony und Toshiba verbuchen, angetrieben durch die PlayStation 3.

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Die Zahlen von iSuppli basieren auf dem geschätzten Jahresumsatz der Chip-Hersteller, der nach drei abgeschlossenen Quartalen aber schon recht genau auszumachen ist. Der weltweit umsatzstärkste Halbleiter-Lieferant ist dabei weiterhin Intel, die ihren gesamten Marktanteil bei einem erwarteten Umsatz von knapp 34 Milliarden US-Dollar von 12,1 Prozent im Jahr 2006 für 2007 auf 12,5 Prozent steigern konnten. Dabei wuchs jedoch der Umsatz bei Intel alleine um 7,7 Prozent, das starke Wachstum bei Sony und Toshiba verhindert einen noch größeren Marktanteil von Intel.

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Auf Platz 2 steht ebenfalls unverändert Samsung, der größte Hersteller von DRAM- und Flash-Chips. Mit nur 1,5-prozentigem Umsatzzuwachs auf gut 20 Milliarden US-Dollar liegt der Marktanteil des koreanischen Chip-Herstellers nun bei 7,4 Prozent. Die Plätze 3 und 4 haben gegenüber dem Jahr 2006 Toshiba und Texas Instruments getauscht, die Japaner liegen jetzt bei einem um 24,1 Prozent auf knapp 12,6 Milliarden US-Dollar gestiegenen Umsatz vorne, dahinter liegt nun TI mit Anteilsverlusten von 3,4 Prozent bei einem Umsatz von 12,2 Milliarden US-Dollar. Auf Platz 5 folgt dann mit STMicroelectronics das erste europäische Halbleiter-Unternehmen, das auch schon 2006 diesen Platz innehatte. Hier wuchs der Umsatz um 1,4 Prozent auf knapp 10 Milliarden US-Dollar, der Marktanteil von STM liegt 2007 bei 3,7 Prozent.

Konnte AMD im Jahr 2006 erstmals mit Rang 8 einen Platz unter den 10 größten Chip-Firmen erringen, so rutscht der Intel-Rivale im Jahr 2007 wieder auf Platz 11 zurück. Grund ist ein um ganze 22,8 Prozent geschrumpfter Umsatz von knapp 5,8 Milliarden US-Dollar, der sich in einem Halbleiter-Marktanteil von 2,1 Prozent niederschlägt. Rein nach Umsatz gerechnet ist Intel damit über 5,8-mal größer als AMD. Einen Sprung in der Umsatzliste 2007 konnte auch Infineon hinlegen, die ihre Einnahmen um 14,6 Prozent auf gut 5,8 Milliarden US-Dollar steigern konnten und nun statt vormals Platz 15 Rang 10 einnehmen.

Die Shooting-Stars der Top 20 der Chip-Firmen sind laut iSuppli im Jahr 2007 Sony und Toshiba, die gemeinsam Bausteine für die PlayStation 3 herstellen. So konnte die Chip-Sparte des Sony-Konzerns ihren Umsatz um 56,8 Prozent auf gut 8 Milliarden US-Dollar steigern, was 3 Prozent des gesamten Halbleiter-Marktes ausmacht. Das Unternehmen schießt damit von Platz 14 auf Platz 8. Sony will jedoch die Fertigung der Cell-Prozessoren, die auch in der PlayStation 3 zum Einsatz kommen, an Toshiba verkaufen und dürfte damit 2008 wieder aus den Top 10 fallen.

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Insgesamt machen japanische Chip-Hersteller nun 23,9 Prozent des gesamten Marktes aus, sie haben damit die höchsten regionalen Zuwächse im weltweiten Markt erreicht. US-Firmen sind beim Halbleiter-Umsatz mit 46,2 Prozent aber weiterhin klar führend. Die 20 größten Halbleiter-Hersteller der Welt stellen jedoch nur 63,9 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Chips aus, unterhalb der Multi-Milliarden-Unternehmen tummelt sich mehr als ein Drittel des Chip-Umsatzes.

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