Da sind sie wieder: Gelöschte Bundeswehr-Daten rekonstruiert

Inhalte von 1.307 Festplatten wieder hergestellt

Erst hieß es, sie sind endgültig weg, nun sind sie wieder aufgetaucht. Experten konnten die verloren geglaubten Datenbestände der Bundeswehr wieder rekonstruieren, berichtet Report Mainz.

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Im Juni 2007 musste das Bundesverteidigungsministerium gegenüber dem Verteidigungsausschuss eine schwere Panne eingestehen, der zufolge der gesamte Bestand an Geheimdienstinformationen aus den Jahren 1999 bis 2003 im "Amt für Nachrichtenwesen der Bundeswehr" vernichtet worden ist. Damals hatte Peter Wichert, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, dem Verteidigungsausschuss geschrieben, dass es nicht möglich sei, die Daten zu rekonstruieren.

Inhalt:
  1. Da sind sie wieder: Gelöschte Bundeswehr-Daten rekonstruiert
  2. Da sind sie wieder: Gelöschte Bundeswehr-Daten rekonstruiert

Dabei handelte es sich um Berichte über die Auslandseinsätze der Bundeswehr, unter anderem vom Bundesnachrichtendienst, von den Militärattachés im Ausland sowie Mitteilungen ausländischer Nachrichtendienste. Diese Berichte dienen zur Beurteilung der Lage in den Ländern, in denen die Bundeswehr eingesetzt ist, insbesondere Kosovo und Afghanistan.

Die Panne wurde bekannt, als der Verteidigungsausschuss des Bundestages Unterlagen aus dem Datenbestand der Bundeswehr aus dem Jahr 2002 angefordert hatte. Das Verteidigungsministerium musste daraufhin die Datenpanne einräumen, berichtet Report Mainz. Der Untersuchungsausschuss fasste den "Beweisbeschluss" am 23. Mai dieses Jahres, um den Umgang des in Afghanistan eingesetzten Kommando Spezialkräfte (KSK) mit dem damaligen Häftling Murat Kurnaz in Kandahar aufzuklären.

Bundestagsabgeordnete äußerten nach Bekanntwerden der Panne scharfe Kritik am Umgang mit potenziellen Beweismitteln des Untersuchungsausschusses. Mit drastischen Worten bezweifelte damals auch Bernd Melchers, der Leiter der Datensicherung im Hochschulrechenzentrum der Freien Universität Berlin, die von Staatssekretär Peter Wichert zitierte Darstellung des Sachverhalts: "Selbst wenn Herr Wichert die Bänder aufgegessen hätte, würden professionelle Datenrettungsunternehmen nach der Verdauung den Inhalt wieder herstellen können."

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Da sind sie wieder: Gelöschte Bundeswehr-Daten rekonstruiert 
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King Troll 30. Mai 2008

Wenn ich das richtig sehe, sind derzeit alle von der Wehrpflicht befreit, die bspw. eine...

ich und ich 03. Dez 2007

Auch bei mir kommt das Wochenendbackup erst auf ein Raid und von da auf ein 8 Fach...

Hirnbenutzer 29. Nov 2007

Dann waren sie entweder garnicht verschlüsselt oder nur schwach verschlüsselt. Das wäre...

Flens 29. Nov 2007

"nach Auffassung VON Fachleuten" wäre richtiger. Oder hat man ALLE befragt?

DER GORF 29. Nov 2007

Tarnen und Täuschen. Das ist nur eine Großangelegte Übung um dem modernen deutschen...



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