Jugendschutz-Regelwerk für Online-Spiele
Französische Gruppe schlägt Maßnahmen vor
Das französische "Forum des droits sur l'internet" hat einen Katalog mit Regeln veröffentlicht, mit denen der Jugendschutz in Online-Spielen verbessert werden soll. Die Gruppe empfiehlt unter anderem, Spiele für Kinder ohne Kommunikationsfunktionen auszuliefern.
Immer mehr Computerspiele haben die Möglichkeit implementiert, dass Spieler online mit- und gegeneinander antreten können. Das französische "Forum des droits sur l'internet" (FDI, etwa: Forum für Rechte im Internet) glaubt, dass der Jugendschutz bei diesen Spielen nicht ausreichend gewahrt ist. Die Organisation hat deshalb ein Regelwerk für Hersteller und Gesetzgeber ausgearbeitet.
Dabei geht es weniger um die Inhalte der Spiele selbst, sondern vielmehr um die Kontrolle darüber, welche Inhalte über das Internet in die Spielwelt eingebracht werden. So erscheint inzwischen in vielen Spielen Werbung, die bei Online-Spielen über das Internet nachgeladen werden kann. Hier plädieren die Franzosen dafür, Spiele mit Werbeeinblendungen zu kennzeichnen. Außerdem soll die Werbung nach Altersgruppen klassifiziert werden, um zu verhindern, dass Kinder zum Beispiel mit Sex-Werbung konfrontiert werden.
Um Kontrolle geht es nicht nur bei der Spielzeit, für deren Überprüfung etwa eine Uhr in Online-Spiele eingebaut werden solle, sondern auch bei den Kommunikationsfunktionen in den Spielen. Nutzer können sich gegenseitig Nachrichten schicken oder per Voice Over IP miteinander sprechen. Diese Funktionen machten aus einem Spiel einen öffentlichen Ort, wo der Hersteller nicht mehr kontrollieren könne, was passiert, sagt FDI. So könnten in dem Spiel Äußerungen fallen, die für Kinder nicht geeignet seien. Um das zu verhindern, schlägt FDI vor, in Spielen für Kinder unter zehn Jahren keine Kommunikationsmöglichkeiten einzubauen oder Nachrichten erst nach der Freischaltung durch einen Erwachsenen zu übertragen.
Derzeit wenden die meisten europäischen Länder - mit Ausnahme etwa von Deutschland mit seiner strengeren USK - das Alterseinstufungssystem Pan European Game Info (PEGI) an. Es umfasst eine Alterseinstufung sowie eine Klassifizierung des Inhaltes, etwa dass das Spiel Gewaltdarstellungen enthält oder Kindern Angst einflößen könnte. Daneben gibt es mit PEGI Online auch ein Bewertungssystem für Online-Spiele, das aber die interaktiven Funktionen eines Spiels nicht berücksichtigt. Es informiert die Eltern nur, dass das Spiel Online-Funktionen enthält. FDI empfiehlt deshalb, PEGI Online auszubauen und eventuell sogar die Alterseinstufung der Kontrollsoftware auf dem Rechner zugänglich zu machen, um zu verhindern, dass die Minderjährigen heimlich ungeeignete Spiele spielen.
Die Empfehlungen hat das "Forum des droits sur l'internet" auf seiner Website (auf Französisch) veröffentlicht. Außerdem plant die Organisation, im Frühjahr 2008 eine eigene Website für Eltern und Lehrer aufzusetzen, die über Online-Spiele und deren Risiken aufklärt.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed







K. T.
finde die stelle mit dem chatt filter am besten, hey jedes kleine kind kann heutzutage in...
Also, dass Kinder überhaupt nicht Chatten dürfen, finde ich nicht gut. Man soll man das...
schon mal wow gespielt? da nutzen mit Sicherheit nicht mal 40-50 % TS oder vent rund um...