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Greenpeace gibt Nintendo null Punkte

In allen Kategorien durchgefallen. Greenpeace hat in seinem aktuellen "Guide to Greener Electronics", dem Bericht über die Herstellung und Entsorgung von Elektronikgeräten, erstmals auch Fernseher und Spielekonsolen getestet. Dabei schnitten Microsoft und vor allem Nintendo schlecht ab.
/ Werner Pluta
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Die Weihnachtszeit ist auch die Hochzeit für den Kauf elektronischer Geräte. Pünktlich zum Fest hat Greenpeace zum sechsten Mal den "Guide to Greener Electronics(öffnet im neuen Fenster)" veröffentlicht. In der Rangliste bewerten die Umweltschützer, welche Stoffe in den elektronischen Geräten verbaut werden, ob sich die Hersteller bemühen, schädliche Stoffe zu vermeiden und wie sie mit Altgeräten umgehen. "Unser 'Guide to Greener Electronics' zielt darauf ab, den Elektroniksektor zu säubern und die Hersteller dazu zu bringen, die Verantwortung für den vollen Lebenszyklus ihrer Produkte zu übernehmen, inklusive des elektronischen Mülls, den ihre Produkte erzeugen", sagt Greenpeace über das Ranking.

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Die Rangliste führen dieses Mal Sony Ericsson(öffnet im neuen Fenster) und Samsung(öffnet im neuen Fenster) mit je 7,7 Punkten an, dicht gefolgt von Sony(öffnet im neuen Fenster), Dell(öffnet im neuen Fenster) und Lenovo(öffnet im neuen Fenster) mit je 7,3 Punkten. Nokia(öffnet im neuen Fenster) (6,7 Punkte), letztes Mal noch auf dem Spitzenplatz, ist gleich auf den neunten Rang zurückgefallen. Grund für den Malus sind "Defizite in der Rücknahmepraxis". Greenpeace hatte die Rücknahmeprogramme von Sony Ericsson, Motorola und Nokia in sechs Ländern getestet. Dabei zeigten sich einige Mängel. So waren Motorola-Mitarbeiter auf den Philippinen, in Thailand und Indien nicht in der Lage, Kunden zu erklären, wo sie ihre Altgeräte abgeben können. Dafür ging es für Motorola(öffnet im neuen Fenster) um fünf Plätze nach hinten auf Rang 14.

Spektakulär ist das Abschneiden von Nintendo(öffnet im neuen Fenster): Der Konsolenhersteller hat in allen Kategorien null Punkte erhalten. So schlecht ist vorher noch kein Hersteller bewertet worden. Allerdings bedeutet das nicht unbedingt, dass die Produkte besonders viele Schadstoffe enthalten. Die schlechte Bewertung bekam das Unternehmen, weil es keinerlei konkrete Angaben(öffnet im neuen Fenster) zu Inhaltsstoffen oder zur Rücknahme macht.

Tief im roten Bereich landeten auch die anderen Neueinsteiger Sharp(öffnet im neuen Fenster) (4,7 Punkte), Microsoft(öffnet im neuen Fenster) (2,7 Punkte) und Philips(öffnet im neuen Fenster) (2 Punkte). Bei ihnen verhinderte unter anderem die Rücknahmepraxis oder die auf zu lange Zeit angelegten Pläne, die giftigen Stoffe PVC und bromierte Flammschutzmittel zu ersetzen, eine bessere Platzierung.

Seit August 2006 veröffentlicht die Umweltschutzorganisation einmal im Quartal ihre Rangliste von Herstellern von Computern und Mobiltelefonen. Für den aktuellen "Guide to Greener Electronics" hat Greenpeace erstmals auch Fernsehgeräte und Spielekonsolen unter die Lupe genommen. In der Vergangenheit hatte Greenpeace mehrfach Produkte von Apple wegen ihrer Inhaltsstoffe kritisiert, darunter auch das iPhone.


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