Einkaufen mit falschem Fingerabdruck
Sicherheitsbehörden setzen seit längerem auf Biometrie, die Erkennung von Personen anhand von Körpermerkmalen wie Iris oder Fingerabdruck. So soll auf dem Personalausweise aus Sicherheitsgründen künftig auch der Fingerabdruck abgespeichert werden. Auch manche Unternehmen setzen auf die Sicherheit der Fingerkuppe: als Ersatz für das Passwort am Computer. Oder als Zahlungsmittel.
So bietet der Einzelhändler Edeka bereits in 100 Filialen die Möglichkeit, bargeldlos per Fingerabdruck zu bezahlen. Wie das ARD-Wirtschaftsmagazin " Plusminus(öffnet im neuen Fenster) " vorab zu seiner Sendung am Dienstag (ARD, 27. November 2007, 21.50 Uhr) berichtet, hat dieses biometrische Bezahlsystem jedoch große Sicherheitslücken.
Befürworter der Biometrie halten den Fingerabdruck wegen seiner eindeutigen Merkmale für unverwechselbar. Sogar eineiige Zwillinge haben unterschiedliche Muster auf den Fingerkuppen. Zudem ist das Verfahren, Verdächtige anhand ihrer Fingerabdrücke zu identifizieren, in der Kriminalistik seit langem bewährt.
Der CCC warnt jedoch schon seit Jahren vor dem möglichen Missbrauch von Fingerabdrücken. Schon im Jahr 2004 dokumentierten die Hacker auf ihrer Website(öffnet im neuen Fenster) , wie einfach es ist, fremde Fingerabrücke von beliebigen Gegenständen zu kopieren und eine Attrappe davon anzufertigen. Manche Lesegeräte verfügen jedoch über eine Lebenderkennung: Sensoren prüfen anhand von Temperatur und Pulsschlag, ob es sich um einen echten Finger handelt.



