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Funambol wechselt zur AGPLv3

Erweiterte Fassung der GPLv3

Die Entwickler von Funambol veröffentlichen ihre Software ab sofort unter der GNU Affero General Public License Version 3 (AGPLv3). Der Server bietet Push-E-Mail und tauscht Termine, Adressen sowie Aufgaben mit mobilen Endgeräten und Outlook aus. Die AGPLv3 wurde erst vor wenigen Tagen veröffentlicht und regelt gegenüber der GPLv3 auch den Umgang mit Software, die über ein Netzwerk verwendet wird.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Bisher wurde Funambol unter der GPL veröffentlicht, nun gaben die Macher bekannt, die freie Variante ihrer Software künftig unter der AGPLv3 anzubieten. Diese erst kürzlich von der Free Software Foundation (FSF) in ihrer fertigen Version veröffentlichte Lizenz entspricht der GPLv3, wurde jedoch um einen Punkt ergänzt.

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In diesem hinzugefügten ersten Absatz von Punkt 13 wird festgelegt, dass bei Software der Quelltext kostenlos zum Download von einem Server angeboten werden muss, wenn die Software über ein Netzwerk genutzt wird. Damit hat die Lizenz sowohl Bedeutung für klassische Webanwendungen als auch für das neuere Software-as-a-Service-Modell (SaaS). Mit der normalen GPL hingegen ist es erlaubt, modifizierte GPL-Anwendungen über ein Netzwerk bereitzustellen, ohne die Änderungen anzubieten.

Funambol geht nach eigenem Bekunden davon aus, dass die AGPLv3 aufgrund der stärkeren Verbreitung von SaaS in Zukunft zu den wichtigsten Lizenzen für freie Software zählen wird.

Die Windows- und Linux-Software Funambol kann PIM-Daten mit mobilen Endgeräten synchronisieren und bietet eine Push-E-Mail-Funktion. Der Server beherrscht SyncML und kann an SQL-Datenbanken, Microsoft Exchange, Lotus Domino und SugarCRM angebunden werden. Die Community Edition sowie die kommerzielle Network Edition gibt es über funambol.com. Für Netzbetreiber haben die Entwickler eine dritte Variante namens Carrier Edition im Programm.



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