Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

BMW will Auto-Elektronik per IP vernetzen

Einheitliches Protokoll statt vieler Busse. In zukünftigen BMWs soll mit dem Internet Protocol (IP) die Sprache des weltweiten Netzes auch die Elektronik des Fahrzeuges vernetzen. Die Bordelektronik soll sich dabei besser in der Werkstatt betreuen lassen, zudem finden neue Geräte leichter Anschluss. Der Fahrer soll zudem Daten aus dem Auto auch per Internet nutzen können.
/ Nico Ernst
40 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

In modernen Autos herrscht eine babylonische Sprachverwirrung, weil viele Bus-Systeme wie CAN, LIN, Most und FlexRay über die Jahrzehnte für die Vernetzung der immer zahlreicher werdenden Komponenten in die Fahrzeuge Einzug hielten. BMW hat nun in einem Prototypen gezeigt, wie sich diese Busse über Gateways in ein lokales IP-Netz einbinden lassen. Dabei sind beispielsweise die Motorelektronik und das Stabilitätsprogramm per IP über die Head-Unit – früher auch "Autoradio" genannt – zu steuern. Auch sicherheitskritische Daten will BMW in einem Modell der 5er-Serie in Echtzeit per IP übertragen haben.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Auch die digitale Verteilung von Mediendaten innerhalb des BMWs wie für die Video-Monitore in den Kopfstützen wird per IP vorgenommen, ebenso wie eine Rückfahrkamera als Einparkhilfe. Anschluss an den Rest des Internets findet der Wagen laut BMWs Vorstellung beispielsweise über WiMax. Dann soll es auch möglich sein, die MP3-Sammlung des Autos auch zu Hause zu nutzen.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Auch ohne Mediendaten und Navigationssystem hat ein modernes Fahrzeug laut BMW schon bis zu 115 MByte Daten und Programme an Bord, dazu kommen bei Oberklasse-Wagen BMW zufolge noch bis zu 70 Sensoren. Die Verwaltung und Aktualisierung dieser Informationen soll für die Werkstätten mit IP einfacher werden, unter anderem, weil die nötigen Gateways für die Bus-Systeme schon im Auto stecken. Wie der bayerische Autohersteller gegenüber Golem.de erklärte, erfolgte die Entwicklung in der hauseigenen Forschungsabteilung – BMW-Partner Intel ist vorerst noch nicht mit von der Partie. Serienreif soll das System innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre werden.


Relevante Themen