Telekom verzögert Wechsel zu anderen DSL-Anbietern
Wie die Financial Times Deutschland berichtet(öffnet im neuen Fenster) , klagen QSC, Hansenet und Arcor über Auftragsstau. "Seit einigen Wochen steigt die Kurve verzögerter Anschlüsse deutlich" , behauptet Arcor-Chef Harald Stöber. Und Harald Rösch von Hansenet fügt hinzu: "Insbesondere in Berlin kommt es zu Engpässen."
Branchenkenner gehen davon aus, dass die Engpässe vor allem durch die gesteigerte Nachfrage entstanden sind: Zum einen gibt es immer mehr Anbieter, die Komplettpakete für DSL und Telefonie anbieten und dies nur über die so genannte Teilnehmeranschlussleitung realisieren können, die sie von der Telekom anfordern müssen. Zum anderen haben Preissenkungen bei den Telekom-Tarifen "Call & Surf" ihre Wirkung gezeigt, auch die Telekom verzeichnet wieder steigende Kundenzahlen und muss mehr Anschlüsse für den Eigenbedarf bereitstellen.
Die Telekom selbst weist die Vorwürfe zurück. "Die Bereitstellung von vereinbarten Kontingenten halten wir innerhalb von sieben Tagen ein" , sagte ein Sprecher. Problematisch scheint es immer dann zu werden, wenn ein DSL-Konkurrent mehr Anschlüsse braucht, als bei der Kapazitätsplanung eingebucht war.