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Starttermin für Handy-TV im DVB-H-Standard gefährdet

Ungeklärte Rechteverhältnisse und offene Fragen bzgl. der Öffentlich-Rechtlichen. Eigentlich soll das Handy-Fernsehen via DVB-H in Deutschland zur Fußball-Europameisterschaft 2008 starten, doch dieser Termin gerät ins Wanken. Der von den Landesmedienanstalten ausgewählte Plattformbetreiber Mobile 3.0 konnte bislang weder einen Belegungsvorschlag noch entsprechende Verträge mit Programmveranstaltern vorlegen.
/ Jens Ihlenfeld
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In Ermangelung des geforderten Belegungsvorschlags sowie fehlender Verträge mit den Veranstaltern konnte die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten noch keine Empfehlungsentscheidung treffen. Mitte Oktober 2007 hatten die Landesmedienanstalten Mobile 3.0 als Plattformbetreiber für Handy-TV im DVB-H-Standard zugelassen. Das Unternehmen ist ein Joint Venture von MFD und NEVA Media, hinter denen die Medienkonzerne Naspers, Hubert Burda Media und Holtzbrinck stecken.

Bis zum 9. November 2007 sollte Mobile 3.0 einen Vorschlag für die Belegung der nutzbaren Kapazitäten für Fernsehen (darunter ein regionales Angebot) sowie für Hörfunk (insgesamt 4 Programme) vorlegen, doch bislang konnte Mobile 3.0 dieser Forderung nicht nachkommen. Laut Mobile 3.0 seien ungeklärte Rechteverhältnisse auf Seiten der Veranstalter und die noch ausstehende Einbindung des Programmangebots des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept schuld an der Verzögerung.

Die Landesmedienanstalten geben Mobile 3.0 nun eine Nachfrist bis zum 31. Dezember 2007, um die noch ausstehenden Unterlagen vorzulegen. Sollte dies nicht gelingen, würde die Grundlage für ein erfolgreiches Pilotprojekt mit dem in Aussicht genommenen Bewerber entfallen. Damit wäre auch der Start des DVB-H-Projekts zur Fußball-Europameisterschaft 2008 gefährdet, so die Landesmedienanstalten.


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