Fraunhofer-Gesellschaft: MP3 soll neue Patente finanzieren

Über 100 Millionen Euro aus MP3-Lizenzen für Stiftung vorgesehen

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat am 15. November die Schaffung der Fraunhofer-Stiftung zur Förderung neuer Patentcluster beschlossen. Das Grundkapital von mehr als 100 Millionen Euro stammt aus den Lizenzeinnahmen mit dem MP3-Geschäft.

Artikel veröffentlicht am ,

"Aufgabe unserer Unternehmenspolitik muss [...] sein, eine langfristig angelegte Vorlaufforschung in den Technologiefeldern zu ermöglichen, die den gezielten Aufbau von umfassenden Patentclustern erlauben", erklärte der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Hans-Jörg Bullinger. Die jetzt aus den MP3-Lizenzeinnahmen an die Stiftung fließenden "deutlich mehr als 100 Millionen Euro" sollen dazu eingesetzt werden, "ausgewählte Eigenforschungsvorhaben zur Generierung von neuen IP-Clustern zu fördern".

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Einen Schwerpunkt der neuen Patentaktivitäten will die Fraunhofer-Gesellschaft im Bereich der Standardisierung setzen. In der Presseerklärung heißt es dazu: "Die mit den Standards verbundenen Entwicklungen sind frühzeitig vorhersehbar, so dass der IP-Bestand gezielt verbreitert und anwendungsspezifisch strukturiert werden kann." Insgesamt sollen jährlich rund 10 Millionen Euro in neue, eigene Projekte investiert werden. Beginnen will man mit "Solarzellen auf Basis metallurgischen Siliziums" und "Mikrobrennstoffzellen in Multilayer-Keramik für die Massenproduktion".

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat bereits seine Unterstützung für die Pläne der Fraunhofer-Gesellschaft signalisiert. Klaus Hagemann, zuständiger Berichterstatter im Haushaltsausschuss, sagte dazu: "Mit der Zustimmung wollen wir ein starkes Signal und einen massiven Anreiz für die Forschungsorganisationen in Deutschland setzen, ihre Innovationen und ihr Know-how erfolgreich zu vermarkten. Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass sich die institutionell vom Bund geförderten Wissenschaftsorganisationen bereits zunehmend der Schaffung geistigen Eigentums annehmen, Patent- und Verwertungsstrategien für ihre Forschungsergebnisse entwickeln und dadurch - wie im Fall der Fraunhofer-Gesellschaft - zusätzliche Einnahmen erzielen."

Die Fraunhofer-Gesellschaft betrieb Ende 2006 mehr als 80 Forschungseinrichtungen mit mehr als 12.500 Mitarbeitern. Jährlich fließen mehr als 1,2 Milliarden Euro in die Forschung, überwiegend Vertragsforschung. Bund und Länder förderten die Fraunhofer-Gesellschaft aus Steuermitteln mit 167 Millionen Euro, aus der EU kommen 51 Millionen Euro hinzu.

In der Rangliste der aktivsten Patentanmelder beim Deutschen Patentamt stand die Fraunhofer-Gesellschaft im vergangenen Jahr mit 396 Anmeldungen auf Platz 11, gleich hinter Audi. [von Robert A. Gehring]

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Rampamm 22. Nov 2007

Na ach -- und wer bezahlt die Unternehmen? Die Patentkosten werden doch an den...

Nomanalive 22. Nov 2007

IMHO = „In My Humble Opinion" = „Meiner unmaßgeblichen/bescheidenen Meinung nach", (Die...

Mr. Doof 22. Nov 2007

Treffen sich zwei Definitionen im Wald. Fragt die Eine: Was ist Liebe? Sagt die Andere...

serge 22. Nov 2007

- Aufbau von umfassenden Patentclustern erlauben - IP-Bestand gezielt verbreitert...



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