Busybox-Entwickler ziehen wegen GPL-Verletzung vor Gericht
Busybox ist eine kleine Sammlung von Unix-Werkzeugen unter der GPL, die gerne in Embedded-Systemen verwendet wird. Eben dies soll auch bei den Produkten von Xterasys und High-Gain Antennas so sein, doch anders als die GPL vorschreibt, hätten beide den Quellcode nicht veröffentlicht, obwohl sie vom SFLC darauf hingewiesen wurden.
Die Busybox-Entwickler waren bereits zuvor mit dem SFLC gegen den Hardware-Hersteller Monsoon vorgegangen, da das Unternehmen ebenfalls Busybox nutzte, ohne den Quelltext zu veröffentlichen. Mit Monsoon fand man schließlich eine außergerichtliche Einigung, das Unternehmen verpflichtete sich, künftig die GPL einzuhalten und Schadensersatz zu zahlen.
"Wenn wir von einer GPL-Verletzung erfahren, ziehen wir es vor, mit den Unternehmen zusammenzuarbeiten und ihnen zu helfen, ihre Pflichten zu erfüllen", sagt Dan Ravicher, Legal-Director vom SFLC. "Sind diese aber nicht willens, mit uns zu kooperieren, haben wir nur die Möglichkeit, vor Gericht zu ziehen, um dafür zu sorgen, dass sie die GPL einhalten".
Sollte es in diesem Fall zu einem Prozess kommen, wäre dies das erste Mal, dass eine GPL-Verletzung in den USA vor Gericht kommt. Bislang wurden alle Fälle außergerichtlich beigelegt. In Deutschland hingegen gab es bereits entsprechende Gerichtsprozesse, in denen die Gültigkeit der GPL bestätigt wurde.
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