Abo
  • Services:

Interview: David Braben über Elite, The Outsider & Herzblut

David Braben (Frontier Developments)
David Braben (Frontier Developments)
Golem.de: Aber natürlich war das Spiel auch toll... Was würden Sie sagen ist es, das ein Spiel unterhaltsam macht?

Stellenmarkt
  1. Universität Passau, Passau
  2. Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

David Braben: Das ist eine dieser unheimlich schwer zu fassenden Fragen. Schauen Sie sich einfach die Titel an, die in den letzten Wochen am populärsten sind. Und dann gehen wir ein oder zwei Jahre zurück und schauen uns die damaligen Top-Titel an. Würden diese alten Spiele auch heute noch so erfolgreich sein? Würden sie auch heute noch unterhaltsam sein? Da wird es schon schwierig. Ich denke, vieles kommt von Erwartungen. Meiner Meinung nach kommt der größte Spaß, wenn man etwas Neues erlebt. Natürlich ist es auch unterhaltsam, wenn ein Spiel die Aktionen des Spielers gut strukturiert belohnt. Halo 3 beispielsweise - obwohl es seinem Vorgänger sehr ähnlich ist - ist unterhaltsam, weil es sehr taktiles und befriedigendes Gameplay hat. Doch der wahre Spaß kommt beim Erkunden unbekannter Gegenden, neuer Waffen oder überraschender Gegner. Es ist dieses "erste Mal", das eine Schlüsselrolle in gutem Gamedesign spielt. Viele Leute vergessen das oft. Wenn man ein Spiel spielt und das Gefühl hat, das alles schon einmal erlebt zu haben, dann macht es einfach keinen Spaß. Dann ist es ein langweiliges Derivat. Aber wenn Sie dieses Spiel nun zehn Jahre früher hätten spielen können... Was denken Sie, wie begeistert Sie dann gewesen wären! (Lacht) Ein gutes Spiel braucht also immer ein gewisses, tief greifendes Novum, um wirklich Spaß zu machen.

Golem.de: Die Spielentwicklung muss also mit den Erlebnissen der Spieler mitwachsen?

David Braben: Ja, ich denke, das ist der springende Punkt!

Golem.de: Haben Sie vielleicht eine persönliche Definition von Gameplay?

David Braben: Nein.

Golem.de: Und von Interaktivität?

David Braben: Oberflächlich betrachtet bedeutet Interaktivität natürlich, einen Unterschied in deiner Erfahrung zu generieren. Aber das ist natürlich zu wenig, gerade wenn wir alle von "Next-Generation-Gaming" reden.

Golem.de: Und wie ist ihre Vision? Wie sollte interessante Interaktivität der nächsten Generation aussehen? The Outsider soll ja auch bald erscheinen...

David Braben: Bald ist etwas übertrieben. Outsider wird noch dauern, wir planen mit 2009. Unser Ziel bei The Outsider ist es allerdings, ein neues Story-Erlebnis zu bieten. Wir schauen in einem Spiel ja nicht ein Video und entscheiden bloß: ja oder nein. Aber wie soll ich so etwas definieren? Ich denke, gutes, modernes Gameplay ist die reizvolle Verbindung von Spaß, ansprechender Grafik, tiefen Charakteren und einer wahren Interaktion mit der Story. In heutigen Spielen passiert so etwas ja sehr selten. Auch bei so tollen Titeln wie Halo 3. Die Gegner springen halt zur Seite, wenn du auf sie schießt. Aber das war es. Das ändert nicht ihre Meinung von Dir. Sie haben noch nicht einmal ein Verständnis von Meinung. Wir wollen uns mit The Outsider ein wenig daran annähern. Aber mehr kann und will ich dazu gerade nicht sagen. Das Spiel hat ohnehin schon zu viel Publicity.

Golem.de: Aber wie gehen Sie an eine solche Aufgabe heran? Wie entwickeln Sie ein neues Spiel?

David Braben: Bei dem Umfang, den Computerspiele heute angenommen haben, brauchen wir natürlich einen Projektleiter. Dann brauchen wir aber auch unbedingt Leute, die gut und intelligent kritisieren können. Unsere Kreativen stellen Ideen vor, die dann diskutiert und kritisiert werden, damit sie verbessert werden können. Dann suchen wir uns die Stärke des neuen Spiels heraus, das, was es von den anderen Spielen abheben wird. Bei The Outsider ist das die emergente Story, also haben wir eine Art Mock-Up für der Story geschrieben. Das funktioniert so wie eine altes Text-Adventure! (Lacht) Das ist cool! Es erinnert mich an die Art, wie wir früher gearbeitet haben. Da es auch niemand außerhalb der Firma je zu Gesicht bekommt, darf der Code bei so etwas sehr dreckig sein. Es geht ja darum zu sehen, ob die Story so funktioniert, wie wir uns das überlegt haben und nicht um das Programm selbst! Wir konzentrieren uns also auf die Stärken des Spiels und versuchen, diese dann zu perfektionieren.

 Interview: David Braben über Elite, The Outsider & HerzblutInterview: David Braben über Elite, The Outsider & Herzblut 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 25€ Steam-Gutschein erhalten
  2. bei Caseking kaufen
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  4. beim Kauf ausgewählter Z370-Boards mit Intel Optane Speicher + Intel SSD

a 21. Nov 2007

ha, stimmt, privateer :) und weil du das SNES nochmal erwähnt hast, und absolut ja...

cf_schulle 21. Nov 2007

Hm, auch wenn X3 (kenne nur die Demo) nicht schecht ist, und die Grafik deutlich...

a 20. Nov 2007

stimmt schon :/ ich selbst habe mich mal an - müsste Elite 2 gesen sein? oder das...

peterchen 20. Nov 2007

jo, liebe Golemer, fein, bitte weiter so.

peterchen 20. Nov 2007

... dann sind eigentlich alle Altmeister des Computerspiels innerhalb von zwei Wochen im...


Folgen Sie uns
       


Dell Latitude 7390 - Test

Das Latitude 7390 sieht aus wie eine Mischung aus Lenovo Thinkpad und Dell XPS 13. Das merken wir am stabilen Gehäuse und an der sehr guten Tastatur. Aber auch in anderen Punkten kann uns das Gerät überzeugen - eine würdige Alternative für das XPS 13.

Dell Latitude 7390 - Test Video aufrufen
K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

Kreuzschifffahrt: Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen
Kreuzschifffahrt
Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Die Schifffahrtsbranche ist nicht gerade umweltfreundlich: Auf hoher See werden die Maschinen der großen Schiffe mit Schweröl befeuert, im Hafen verschmutzen Dieselabgase die Luft. Das sollen Brennstoffzellen ändern - wenigstens in der Kreuzschifffahrt.
Von Werner Pluta

  1. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  2. Roboat MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote
  3. Elektromobilität Norwegen baut mehr Elektrofähren

Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
Elektroautos
Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
  2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
  3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

    •  /