Interview: David Braben über Elite, The Outsider & Herzblut

The Outsider
Golem.de: Wie war denn Ihr erster Kontakt? Welches war Ihr erstes Computerspiel?
David Braben: Ich denke, meine erste Spielerfahrung hatte ich mit Space Invaders in einer Bar. Ich war sofort von der Idee fasziniert, Computer zu programmieren. Allerdings hatte ich keinen eigenen Computer, aber ich begann mich zu informieren und schrieb ein paar kleinere Programme. Ich war ja noch ein Kind, aber ich war sehr motiviert. Und sehr ambitioniert! Ich überlegte mir schon im Kopf, wie ich 3D realisieren konnte! (Lacht). Dann, 1981, bekam ich endlich meinen ersten Computer. Den Acorn Atom, ein Vorgänger des BBC Micro Computers. Er hatte denselben A-6502-Prozessor wie der Commodore 64, das NES oder der BBC Micro. Ich versuchte ihn zu programmieren und war sehr enttäuscht, zu sehen, wie langsam er war. Ich hatte natürlich so etwas wie auf einem Arcade-Automaten erwartet, das war ja der einzige ernsthafte Vergleich, was Spiele anging. Doch letzten Endes war ich sehr froh, dass die Firma Acorn nicht nur BASIC, sondern auch eine Assembler-Sprache für den Prozessor lieferte.
Golem.de: Warum? Was war das Problem mit BASIC?
David Braben: Ich programmierte damals diesen 3D-Sternenhimmel mit BASIC, doch es dauerte ewig, bis er sich Schicht für Schicht aufbaute. BASIC schluckte schlicht zu viel Speicher und machte das ganze System erschreckend langsam. Also brachte ich mir Assembler bei. Man konnte Assembler in ein BASIC-Programm integrieren, für diese Möglichkeit bin ich für immer dankbar! Also schrieb ich das Setup und solche einfachen Dinge in BASIC und das eigentliche Programm im Assembler. Das war eine fantastische Methode! Ich lernte immer mehr und schrieb eine Vielzahl kleiner Programme. Mein erstes Spiel war dann Nuclear War. Das war ein BASIC-Programm, in welchem der Assembler sich um all die Grafiksachen kümmerte. Das Spiel zeigte die nördliche Halbkugel der Erde und man musste Raketen abfeuern. Ein wenig wie eine Zweispieler-Version von Missile Command. Also schoss man die ganze Zeit Atombomben auf Städte in Russland, Nordamerika und Europa... Ziemlich krank, aber es machte viel Spaß! Am Ende gewann, wer am wenigsten Tote verzeichnete... (lacht). Aber ich lernte wahnsinnig viel, während ich solche Programme schrieb! Und die Arbeit daran machte viel Spaß!
Golem.de: Also ist Programmieren für Sie auch so eine Art Spiel?
David Braben: Ja, ich denke, ich habe das so gesehen. Die Herausforderung, etwas zu schaffen! Vor allem das permanente Speicherproblem zu lösen, das war spannend!
Golem.de: Wieso? Was ist denn an Speicher so spannend?
David Braben: Nun, wir reden hier von einfachen Bytes! Ich hatte auf meinem Acorn Atom 2 Kilobytes RAM. Das ist noch nicht einmal eine E-Mail! Irgendwann erweiterte ich auf 12 und schließlich um weitere 32 KByte. Somit hatte ich eine ziemlich gute Maschine. Aber es war ja nicht der Standard, also würden die Spiele, die ich schrieb, nicht auf den Computern anderer Leute laufen. Außerdem war der BBC Micro schon auf dem Markt und war viel weiter verbreitet - auch bei meinen Freunden und Bekannten. Also beschloss ich, eine Art Emulator für diese bessere Maschine zu entwickeln und fortan alle meine Spiele für den BBC Micro zu schreiben.
Golem.de: War das zu der Zeit, als Sie mit Elite anfingen?
David Braben: Ja, ich ging auf die Cambridge Universität und lernte dort eine Menge interessante Leute kennen. Unter anderem Ian Bell, der an Freefall arbeitete, und Peter Irvin, den Entwickler von Starship Command. Ian und ich verglichen unsere Spiele und kamen zu der Idee für Elite. Ian hatte außerdem einen BBC Micro...
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lol! +1 Bin auch gerade durch den Artikel zum 35-jährigen auf diesen Artikel gestoßen...
ha, stimmt, privateer :) und weil du das SNES nochmal erwähnt hast, und absolut ja...
Hm, auch wenn X3 (kenne nur die Demo) nicht schecht ist, und die Grafik deutlich...
stimmt schon :/ ich selbst habe mich mal an - müsste Elite 2 gesen sein? oder das...