AGPLv3 - Eine GPL nicht nur für Web-Applikationen
Hinter der Affero GPL steckt die Idee, dass jeder den Quelltext von Webanwendungen erhalten und verändern kann. Dabei ist die Lizenz weitgehend mit der GPLv3 identisch, unterscheidet sich aber von der GPLv3 nur durch den ersten Absatz von Punkt 13. Dieser legt fest, dass bei Software, die über ein Netzwerk genutzt wird – also beispielsweise Webanwendungen -, eine Möglichkeit bestehen muss, den Quelltext kostenlos von einem Server herunterladen zu können. Dies gilt auch, wenn es sich um eine geänderte Fassung einer allgemein erhältlichen Software handelt.
AGPLv3 und GPLv3 sind kompatibel, d.h. Entwickler können Bibliotheken, die unter beiden Lizenzen stehen, in ihren Projekten nutzen. So können Entwickler, die ihre Software unter der AGPL veröffentlichen, GPL-Bibliotheken einbinden. Dies gilt auch umgekehrt, denn die Zusatzklausel der AGPL bezieht sich nur auf Software, mit der Nutzer über ein Netzwerk interagieren, was für Bibliotheken, die im Hintergrund laufen, in aller Regel nicht gilt.
Die fertige Version der AGPLv3 steht unter fsf.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.