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Die Linke: Computerspiel-Förderung geht am Ziel vorbei

Lothar Bisky schlägt "Fair Work-Siegel" für Computerspiele vor

Seitens der von Lothar Bisky und Oscar Lafontaine gegründeten Links-Partei "Die Linke" gibt es Kritik an dem von der großen Koalition (SPD und CDU/CSU) eingereichten Antrag auf eine Förderung von hochqualitativen und pädagogisch wertvollen Computerspielen. Zwar würden Computerspiele eine hohe kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung haben und es sei wichtig, diese Entwicklung weiter zu fördern, doch gleichzeitig heißt es seitens Bisky, dass "wichtige Probleme verkannt" würden - unter anderem kritisiert er die Arbeitsbedingungen in der Spielebranche und zu wenig Ausbildungsplätze.

Lothar Bisky (Die Linke)
Lothar Bisky (Die Linke)
In einer zu Protokoll gegebenen Rede äußerte Bisky seine Bedenken an dem Koalitionsantrag "Wertvolle Computerspiele fördern, Medienkompetenz stärken" (DS 16/7116): "Nun, Medienförderungsmodelle nach dem Muster der gegenwärtig praktizierten Filmförderung lehnt Die Linke ab. Das Beispiel dieser Medienförderungsmodelle zeigt, dass eine Förderung nach künstlerischen Kriterien heute kaum noch stattfindet. Und es zeigt zum einen, dass die Förderung immer mehr den bereits Erfolgreichen zu Gute kommt. Zum anderen ist die Rückführung öffentlicher Förderungsgelder bei marktgängigen Filmen durch ein ausgeklügeltes System von Verleihgarantien und Rückführungsquoten oft ausgeschlossen. Das halten wir nicht für sinnvoll."

Förderungswürdig sei hingegen die Einrichtung von Studiengängen für Game Design und Spieleentwicklung an öffentlichen Hochschulen. "Bislang sind solche in Deutschland nur an wenigen privaten - und somit teuren - Studieneinrichtungen zu finden", bemängelt Bisky. Auch Olaf Wolters, Geschäftsführer des Spielepublisher-Branchenverbands BIU, hatte sich in seinem Lob auf den Förderungsantrag "staatliche Unterstützung im Bereich der Medienkompetenzvermittlung sowie bei der Stärkung der für die Computer- und Videospiele-Industrie relevanten Ausbildungsbereiche" gewünscht.

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Erfahrene Spieleentwickler sind ein rares Gut - selbst große Entwicklerstudios wie Crytek müssen längst international um Angestellte werben. Um das Problem zu lindern, ist Crytek deshalb eine Partnerschaft mit der Games Academy eingegangen, die nun auch in Frankfurt ausbildet. Crytek gilt mit seinen erfolgreichen Shootern Far Cry und dem in dieser Woche erschienenen Crysis als das bisher erfolgreichste deutsches Spielestudio - und mittlerweile dürfte es mit über 120 Angestellten auch das größte sein. Gegen die Anfeindungen aus dem politischen Lager hat Crytek wiederholt mit Abwanderung gedroht - "Killerspiel"-Verbotsrufe gibt es aber seitens Bisky nicht:

"Meine Damen und Herren, wenn Sie sowohl erfolgreiche Computerspiele als auch qualitativ hochwertige Produkte wollen, sollten Sie bedenken, dass die meisten international erfolgreichen Computerspiele in das Genre der so genannten 'Killerspiele' fallen. Die Linke lehnt einen prohibitiven Umgang mit gewalthaltigen Computerspielen ab. Wir wenden uns ausdrücklich gegen die immer noch vorhandene Diffamierung großer Teile der Entwicklerbranche und Hunderttausender von Nutzerinnen und Nutzer so genannter Killerspiele. Dass mir persönlich solche Killerspiele mehr als fremd sind, will ich dabei nicht verhehlen. Und zu einem humanistischen und solidarischen Menschenbild tragen sie mit Sicherheit nicht bei. Dennoch gilt: Die Freiheit von Kunst und Kultur ist ein hohes Gut", betont Bisky.

Die Linke: Computerspiel-Förderung geht am Ziel vorbei 

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blork42 24. Aug 2008

Ah, ein ganz schlauer - Arbeit macht frei, was ?

Sheila 18. Nov 2007

Ich kenne Christian K. persönlich. Bin zwar keine Spieleprogrammierin, zumindest nicht...

Silas 17. Nov 2007

Kriege gibt es heute auch noch genauso... es ging um Gewalt in der Gesellschaft. Kriege...

Bauabeida 17. Nov 2007

In diesem Fall sprichst du von dir. Die Arbeit eines Fachinformatikers mag evtl. so...

aquadraht 17. Nov 2007

Das ist rechter Dummschwatz. Wo sollen "Stalinisten" sein? Stalin ist seit 1953 tot...


First Bug - die QA Seite / 17. Nov 2007

Die Linke hat recht



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