Radeon HD 3800: AMDs R600-Karten endlich richtig sparsam

ATI Radeon 3850
ATI Radeon 3850
Der Grund für diese neue Freiheit ist nicht nur der harte Wettbewerb, die modernen GPUs mit 65 Nanometern und kleiner bieten beim Takt sehr viel Spielraum. So lief das Muster der HD 3850 von Golem.de auch mit 725 MHz GPU-Takt und 1.050 MHz Speichertakt noch völlig stabil und kam damit - wenn auch mit nur 256 MByte - fast an die Werte der 3870 heran. Diese Karten bieten aber wiederum nach oben noch mehr Spielraum, benötigen aber auch zwei Steckplätze. Beiden Modellen ist aber gemein, dass sie nur noch mit einem 6-Pin-Anschluss für die Stromversorgung auskommen. Die HD 2900 XT (R600) benötigte hier noch mindestens zwei der PEG-Stromstecker, bei massiver Übertaktung sogar einen 6-Pin- und einen 8-Pin-Anschluss.

AMD RV670 alias ATI Radeon 3800
AMD RV670 alias ATI Radeon 3800
Dementsprechend haben sich auch die Leistungsaufnahmen glatt halbiert. AMD gibt für die 3850 nur 95 Watt unter Last an, bei der 3870 sollen es 105 Watt sein. Unser Testsystem kam bei ruhendem Vista-Desktop auf 98 Watt, unter hoher Last beim Teil "Firefly Forest" des 3Mark06 auf 182 Watt. Im gesamten Verlauf des 3DMark06 schwankte darüber die Leistungsaufnahme der Karte in einem Bereich von rund 60 Watt. AMD bestätigte gegenüber Golem.de, dass die aus den Notebook-Chips übernommene Funktion "PowerPlay" nun nicht mehr nur die Takte im 2D- und 3D-Betrieb reguliert, sondern je nach dargestellter Szene auch Funktionseinheiten abschalten kann. Dieses Verhalten war auch beim Spielen des zwei Jahre alten "Serious Sam II" bei 8x-Anti-Aliasing zu beobachten. Insgesamt dürften die neuen AMD-Karten im realen Spielebetrieb über die Zeit gerechnet deutlich weniger Leistung als ähnlich schnelle Grafikkarten aufnehmen, genaue Messungen liegen dazu aber noch nicht vor - auch nicht von AMD.

AMD RV670 alias ATI Radeon 3800
AMD RV670 alias ATI Radeon 3800
Von der 2600-Generation (RV630) hat AMD für die 3800-Serie den Video-Decoder "UVD" übernommen, der aber weiterhin nur HDMI 1.1 und nicht 1.3 ansteuern kann. Dafür dekodiert er die am weitesten verbreiteten HD-Codecs VC-1 und H.264 vollständig auf der Grafikkarte, was die CPU entlastet und Stromersparnis bringen soll. Da die AMD-GPUs eigene HDCP-Datenströme erzeugen können, entfällt auch die getrennte Übertragung von Bild und Ton. Allerdings muss man durch HDMI 1.1 auf unkomprimierte Tonspuren und DTS verzichten.

Auch den Preis gegenüber der nur sechs Monate alten HD 2900 XT hat AMD nahezu halbiert. Der Hersteller erwartet für die HD 3870 Straßenpreise um 229,- Euro, für die HD 3850 (mit 256 MByte) um 179,- Euro. Das größere Modell läge somit knapp unter der neuen GeForce 8800 GT, der sie aber nicht ganz das Wasser reichen kann - und die kleinere AMD-Karte macht mit einer Direct-X-10-Karte unter 200,- Euro mit vernünftiger Leistung gleich eine neue Klasse auf. Allerdings betonte AMD in Warschau, dass diese Preisangaben nur Schätzungen sind, die je nach Ausstattung etwa mit Spiele-Bundles und Overclocked-Versionen auch nach oben oder unten ausreißen können. Beide neue Karten sollen ab dem 15. November 2007 ausgeliefert werden.

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 Radeon HD 3800: AMDs R600-Karten endlich richtig sparsam
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Marco82 01. Dez 2007

An alle AGP-Liebhaber, ein Mitarbeiter von Sapphire hat mir den Tipp gegeben noch bis...

schnarre 27. Nov 2007

Meiner "Meinung" nach habt ihr alle recht, Aber ist es nicht so dass auf dem Gamersector...

Silas 20. Nov 2007

Also ich glaube wirklich nicht, dass gute, teure Soundkarten mit HDCP plötzlich völlig...



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