Neues Computer-Interface: Auf den Bildschirm pusten
Verschiedene Frequenzen ermöglichen Positionskontrolle
Schon viele Forscher haben sich mit alternativen Eingabemöglichkeiten für Rechner beschäftigt und außer der Tastatur beispielsweise Sprach- und Gestenerkennungen entwickelt. Der Ansatz von Shwetak Patel und Gregory Abowd der Georgia Tech Universität in den USA jedoch dürfte bislang einmalig sein: Sie stellen mit den eingebauten Mikrofonen eines Notebooks fest, an welcher Stelle der Anwender auf den Bildschirm pustet, und benutzen dies als Mausersatz.
Die unterschiedlichen Frequenzmuster, die entstehen, wenn der Anwender auf die eine oder andere Stelle des Bildschirms bläst, reicht der Software der beiden Forscher aus, um eine relativ zuverlässige Positionsangabe zu errechnen. Sie nennen ihre Technik "BLUI", was für "Blowable and Localized User Interaction" steht.
Im Paper der Forscher wird BLUI als Technik beschrieben, die die Steuerung von GUI-Elementen wie Buttons, das Scrollen oder die Textmarkierung erlaubt. Die Software muss dabei zunächst trainiert werden, um das Puste-Verhalten des Anwenders zu erkennen. Dazu leuchten auf dem Bildschirm verschiedene Bereiche auf, auf die der Anwender zunächst zielen muss. Die Software berechnet anhand der aufgenommenen Frequenzmuster nun ein individuelles Profil.
Die BLUI-Technik soll die Maus nicht vollständig ersetzen, dafür ist sie nicht nur zu ungenau, sondern auch zu mühsam. Sie ist vielmehr als Ergänzung für Anwendungsszenarien entwickelt worden, in denen der Anwender keine Hand mehr frei hat, um die Maus zu steuern oder wenn eine Sprachkontrolle zu aufwendig ist.

Frequenzgang an unterschiedlichen Bildschirm-Bereichen (Bild: Shwetak N. Patel und Gregory D. Abowd)
Die erzielte Genauigkeit liegt bei einer groben Aufteilung des Notebook-Displays in 3 x 3 Felder zwar bei 100 Prozent, doch sinkt sie rapide ab, je feiner die Unterteilung ist. Bei einer Matrix von 4 x 4 Feldern liegt sie zwar noch bei 96 Prozent, bei 5 x 5 Feldern aber nur noch bei 80 und bei 6 x 6 Feldern sinkt sie auf 62 Prozent ab.
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Annahme: Wer pusten kann, kann auch sprechen. Fakt: Windows Vista mag allgemein eine...
Quark, das ist die Kalibrierung der Software. Nicht nur die ersten 10 Sekunden angucken...
kamera? gesichtserkennung? noch nie gehört? gibts bereits.