Studie: Tippen auf dem iPhone ist fehleranfällig

QWERTY-Tastaturen im Durchschnitt besser zu bedienen

Das Marktforschungsinstitut User Centric hat in einem neuen Versuch mit nunmehr 60 Teilnehmern bestätigt, dass das iPhone für Vielschreiber weniger geeignet ist als Smartphones mit QWERTZ-Tastatur. Nachrichten tippen sich auf der virtuellen Tastatur des iPhones schwerer.

Artikel veröffentlicht am , yg

Die Testgruppe bestand aus 60 Teilnehmern, 20 davon besitzen ein iPhone, 20 haben ein Smartphone mit QWERTY-Tastatur, das letzte Drittel tippt seine Mitteilungen auf einer Standard-Handyklaviatur. Jeder Teilnehmer musste sechs Nachrichten auf seinem eigenen Handy, dem iPhone und einem Gerät mit QWERTY-Tastatur schreiben. Als Modell mit vollständiger Tastatur wurde ein Blackberry eingesetzt. Am Ende sollten die Teilnehmer angeben, mit welchem Gerät sie am besten klarkamen. Als objektive Kriterien wurden die Anzahl der Tippfehler sowie die Geschwindigkeit, mit der eine Nachricht niedergeschrieben wurde, erfasst.

Im Ergebnis tippten zwar iPhone-Besitzer und QWERTY-Tastatur-Nutzer gleich schnell, doch auf dem iPhone schlichen sich mehr Fehler ein. Während die Forscher bei QWERTY-Nutzern 2,1 Fehler zählten, waren es beim iPhone 5,6 Fehler pro Nachricht.

Die Fehlerquote zwischen iPhone-Besitzern und Nicht-iPhone-Besitzern, die auf dem iPhone getippt haben, unterschied sich dabei übrigens kaum. Der Lerneffekt unter iPhone-Besitzern scheint also gering zu sein. 21 Prozent der iPhone-Besitzer kannten die Vergrößerungsglas-Korrekturfunktion nicht, obwohl sie das Handy bereits einen Monat lang besaßen. Besitzer, die die Funktion kannten, wollten sie allerdings nicht missen und auch iPhone-Neulinge hielten sie für eine brauchbare Funktion.

Nutzer, die bislang nur eine numerische Handy-Tastatur kannten, waren mit einer QWERTY-Tastatur wesentlich flotter unterwegs als mit dem iPhone. Zudem machten sie auf der QWERTY-Tastatur weniger Fehler. Auf dem iPhone sollen es 5,4 Fehler, auf der QWERTY-Tastatur 1,2 Fehler und auf ihrem eigenen Telefon 1,4 Fehler pro Nachricht gewesen sein.

Im persönlichen Ranking landete die QWERTY-Tastatur unter den Besitzern von QWERTY-Mobiltelefonen und einfachen Handys ohne Tastatur bei 85 Prozent der Nutzer auf Platz eins. Das iPhone kam auf Platz zwei mit 60 Prozent Zustimmung. Keiner der QWERTY-Probanden setzte das iPhone auf Platz eins, drei Handybesitzer mit numerischen Mobiltelefonen stimmten für das iPhone als Top-Eingabegerät.

Darüber hinaus wurde die Trefferquote für einzelne Buchstaben gemessen: Sie lag bei allen Lettern auf dem iPhone bei über 90 Prozent. Am besten ließen sich dabei die Buchstaben am Rand der Tastatur treffen: Q, A, Z, P, L und M verzeichneten die höchsten Trefferquoten. Auch "falscher Alarm" wurde gemessen - davon sprechen die Forscher, wenn der Nachbarbuchstabe statt der gewünschte Buchstabe getippt wurde. Gern vertippte man sich bei den Buchstaben "Q" (66 Prozent), "P" (27 Prozent), "J" (22 Prozent), "X" (21 Prozent) und "Z" (15 Prozent). Zum Vergleich: Auf einer QWERTY-Tastatur lag die Trefferquote bei 97 Prozent - Ausnahme V mit 96 Prozent. Die Fehlgriffe lagen unter 3 Prozent, die Ausnahme war "Q" mit 8 Prozent.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


genervter Leser 25. Jun 2010

Da steht doch ganz unmissverständlich: "Der Lerneffekt unter iPhone-Besitzern scheint...

iErkopf 16. Dez 2007

Die Touchscreentastatur des iPhones ist so intelligent, dass sie den Fangradius um den...

nf1n1ty 16. Nov 2007

Wasn los? Sind die Untergänge von Sachen auf einmal nicht mehr wichtig im Golem-Forum? ;)

spike1911 15. Nov 2007

Soweit korrekt. Aber der Inhalt des Tests ist natürlich wieder praxisfremder Blödsinn...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /