Yellow Dog zieht auf BladeCenter
Früher bot Terra Soft die Linux-Distribution Yellow Dog für Apple-Rechner an, kündigte aber früh an, den Wechsel der Firma aus Cupertino von PowerPC- zu Intel-Prozessoren nicht mitzumachen. Stattdessen brachte Terra Soft eine neue Version für alte Apple-Rechner und für Sonys Spielekonsole PlayStation 3 (PS3), die einen Cell-Prozessor verwendet, heraus. Zusätzlich bietet Terra Soft mittlerweile Cluster-Landschaften aus PS3s an und hat neben einer eigenen Cluster-Suite auch ein Produkt zum Aufbau von Render-Farmen im Programm.
Yellow Dog Linux 6.0 ist nun eine Linux-Version speziell für das IBM BladeCenter QS21(öffnet im neuen Fenster) , dessen Herz zwei Cell-Prozessoren sind. Die Basis der Distribution ist CentOS 5 , eine kostenlose Version von Red Hat Enterprise Linux 5 (RHEL). Hinzu kommen Komponenten aus Fedora 7 , die nicht in CentOS bzw. RHEL enthalten sind.
Als Eckdaten führt Terra Soft einen Linux-Kernel 2.6.22, die Glibc 2.5 und GCC 4.1.1 an. Ebenfalls zu der Distribution gehören Komponenten aus IBMs Software Development Kit für Multicore-Beschleunigung in der Version 3.0, als grafische Oberfläche kommt wie schon bei der PS3-Variante Enlightenment E17 zum Einsatz und OFED 1.2.5 ist für Infiniband-Unterstützung enthalten.
Yellow Dog Linux 6.0 erlaubt es, das Root-Dateisystem über NFS einzubinden, so dass QS21-Systeme ohne Festplatte genutzt werden können. Terra Soft verspricht zudem, dass Yellow Dog 6.0 binärkompatibel zu allen weiteren eigenen Cell-Produkten ist. Der enthaltene Desktop soll sich per VNC oder Video-Export nutzen lassen.
Für 400,- US-Dollar je verwendetes Mainboard gibt es zusätzlich zu den Installations-Images auch Installations- und Konfigurationssupport sowie drei Jahre Updates.



